Gewalt gegen Frauen

In Guatemala demonstrieren hunderte Verbände gegen Frauenmorde

Mahnmal eines ermordeten Mädchens in Guatemala

Mahnmal eines ermordeten Mädchens in Guatemala

In Guatemala-Stadt haben am internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen hunderte Organisationen und Verbände demonstriert. Mit einem Umzug durch die Altstadt machten sie auf die in diesem Jahr in Guatemala ermordeten 727 Frauen und Mädchen aufmerksam.

Im Vergleich zum Vorjahr waren das rund 60 Morde mehr. Im Jahr 2008 war die Zahl der getöteten Frauen in Guatemala um 457 Prozent gestiegen. 32 Prozent der ermordeten Frauen starben im eigenen Haus, teilte die Organisation Transgresión Feminista mit.

"Keine Gewalt mehr in meinem Haus, gegen meinen Körper und in meinem Land" war der Leitspruch der Demonstration. Die Frauen forderten die Regierung auf, die Ermordung von Frauen, die als eigenständige Straftat definiert ist, zu bekämpfen.

Laut einer Studie der Wirtschaftskommission für Lateinamerika und die Karibik (CEPAL) der Vereinten Nationen leiden 40 Prozent der Frauen in Lateinamerika unter männlicher Gewalt. Sechs von zehn Frauen werden psychisch misshandelt.

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