In drei Jahren rollen die Baumaschinen

Die Kaiser- und Zürcherstrasse bilden als K292 eine innerstädtische Hauptverkehrsachse. Nach Schliessung der alten Rheinbrücke gingen die täglichen Autobelastungen deutlich zurück. Die Stadt Rheinfelden und der Kanton Aargau möchten die Kaiser- und Zürcherstrasse nun sicherer machen und neu gestalten.

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Kaiserstrasse

Kaiserstrasse

Aargauer Zeitung

Peter Rombach

Ein Betriebs- und Gestaltungskonzept für die Kaiserstrasse liegt vor, den Schwerpunkt der Erneuerung bildet der Bereich zwischen Schützenmatt-Schulhaus und Ochsenkreuzung, wo ebenso wie beim Coop ein «Minikreisel» entstehen soll. Stadtammann Franco Mazzi eröffnete den Info-Abend am Dienstag im Bahnhofsaal mit dem Hinweis, dass es zum Legislaturprogramm des Gemeinderats gehöre, aktiv Stadtentwicklung zu betreiben und auch im Verkehrssektor die Sicherheit zu erhöhen und den Durchgangsverkehr auf die Autobahn zu lenken.

Baustadtrat Oliver Tschudin sprach konkret die Strassenraumgestaltung an und hielt es für wichtig, Detailplanungen zu koordinieren, «denn alles muss zusammenpassen». Als wertvoll erachtete er den Einbezug von privaten Grundeigentümern, Planungsbüro und Bevölkerung in den Prozess. Und er lobte bei dieser Gelegenheit die Einrichtung «Runder Tisch», die wertvolle Grundlagenarbeit leiste, aber auch wichtige Impulse gebe.

Das Sanierungskonzept für den östlichen Teil der Kaiserstrasse erläuterte Britta van Aartsen aus der Abteilung Verkehr des Aargauer Departements Bau, Verkehr, Umwelt. Permanente Zählstellen beim Kohlplatz und Augarten hätten ergeben, dass nach Schliessung der alten Rheinbrücke für den Individualverkehr die tägliche Autobelastung auf der K292 innerorts von einst täglich 16 000 auf «unter 10 000» gesunken ist. «Diesen Effekt müssen wir für die lokalen Bedürfnisse nutzen.» Will heissen, dass diese wichtige Achse, auf der weiterhin Schwerverkehr rollen darf, baulich so umgestaltet wird, dass sich für Fussgänger und Velofahrer die Sicherheit erhöht, die Fahrbahnen durch eine 2,50 Meter breite Mittelzone getrennt sind und in Kreuzungsbereichen der Verkehr verlangsamt wird.

Zum Zeitrahmen äusserte sich Britta van Aartsen ebenfalls: Fortsetzen der Detailplanung bis zur Auflage im nächsten Frühjahr, Juni 2011 Kreditantrag an der Rheinfelder Einwohnergemeinde sowie Kostengutsprache durch den Kanton, voraussichtlicher Baustart dann im Jahr 2012.

Für leistungsfähige Kreuzungen

Die Projektziele beschrieb Ruedi Häfliger von der Metron-Verkehrsplanung. Er empfahl leistungsfähige Kreuzungen und sichere Velorouten. Ferner ging er davon aus, dass sich Tempo 40 erreichen lässt und die Kapazität der Strasse auf rund 13 000 Fahrzeuge täglich ausgelegt wird. Zu den angedachten Kreiseln beim Coop und Ochsen stellte er fest, dass es sich um «einfache Varianten» handle. «Die müssen sich nicht selbst inszenieren, sie sollen nur als Raum wahrgenommen werden.»

Hervorstechend auch, dass Planer die heutige Ochsenkreuzung in einen Platz mit Kreisel umgestalten und Zufahrten zu angrenzenden Geschäftsliegenschaften optimieren wollen. In der Mittelzone sehen sie vor allem einen «Stützpunkt für Fussgänger». Im Sinne von Stadtökologie enthält das Projekt die Empfehlung, einen Teil des Magdenerbachs, so auch vor der Post, zu öffnen. Laut Ruedi Häfliger sind grössere Neupflanzungen von Bäumen nicht vorgesehen, weil bestehende ins Gestaltungskonzept einbezogen werden.