Strafvollzug

In der Waadt dürfen Straftäter wieder auf Freigänge

Die polnische Polizei eskortiert Fabrice A., den mutmasslichen Mörder von Adeline M., beim Verlassen des Gerichts in Szczecin. keystone

Die polnische Polizei eskortiert Fabrice A., den mutmasslichen Mörder von Adeline M., beim Verlassen des Gerichts in Szczecin. keystone

Der Kanton Waadt hat die Suspendierung der Freigänge nach dem Fall Adeline für gefährliche Gewalt- und Sexualstraftäter teilweise wieder aufgehoben. Dies bestätigte das zuständige Departement von Staatsrätin Béatrice Métraux.

Métraux hatte Mitte September als Antwort auf die Tötungsdelikte in Payerne VD und Genf ein dreimonatiges Moratorium für Freigänge potenziell gefährlicher Straftäter angekündigt. Die Überprüfung dieser Dossiers dürfte vermutlich im Februar abgeschlossen sein, wie Laurence Jobin, Sprecherin des Departementes, auf Anfrage erklärte.

Bislang wurden 80 von 120 Fällen untersucht, wobei bei keinem einzigen Fall eine Verschärfung der Haftbedingungen angeordnet werden musste. Dies sei positiv, unterstrich Jobin.

Nach dem Fall der getöteten Genfer Sozialtherapeutin hat die Konferenz der lateinischen Justiz- und Polizeidirektoren die Regeln für Freigänge generell verschärft. Mehrere Westschweizer Kantone haben beschlossen, dass ein gefährlicher Sexualstraftäter nicht mehr von einer Frau allein auf einem Freigang begleitet werden darf.

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