Kriminalität

In der Schweiz gibt es so viele Enkeltrick-Fälle wie noch nie

Frauen zwischen 75 und 90 Jahre fallen typischerweise auf die Enkeltrickbetrüger rein (Symbolbild).

Frauen zwischen 75 und 90 Jahre fallen typischerweise auf die Enkeltrickbetrüger rein (Symbolbild).

Enkeltrick-Betrügereien haben sich im Vergleich zu 2012 mehr als verdoppelt. Bereits wurden knapp vier Millionen Franken ergaunert. Wer auf den Trick hereinfiel, gab den Dieben im Schnitt unglaubliche 52 782 Franken.

Es ist immer wieder dieselbe Masche: Die perfekt deutsch sprechenden Betrüger suchen im Telefonbuch nach älteren Vornamen und rufen die betreffenden Personen an.

Dabei geben sie sich als Verwandte oder alte Bekannte aus und versuchen, Namen und Lebensumstände des Gesprächspartners zu erfahren.

2013 waren die Betrüger schweizweit in 74 Fällen erfolgreich, rund in 10 Prozent aller Versuche.

Insgesamt gab es in diesem Jahr bereits 837 Fälle – im Vergleich zum Vorjahr ist das eine Verdoppelung, wie es in einer Vorabmeldung der SRF-Sendung «10vor10» heisst.

Die Opfer sind meist zwischen 75 und 90 Jahre alt, weiblich und übergeben den Tätern durchschnittlich 52'782 Franken.

Den Anstieg der gemeldeten Fälle führt Jürg Nydegger, Kommissariatsleiter der Bundeskriminalpolizei auf die Informationskampagnen der Kantonspolizeien zurück.

«Die Leute melden mehr Fälle und bringen sie auch zur Anzeige», so Nydegger gegenüber «10vor10». (fam)

Der Enkeltrick: So könnte sich ein Fall abspielen - ein Video der Kantonspolizei Bern:

Der Enkeltrick - ein Video der Kantonspolizei Bern

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