Grippe-Welle
Immunologe: «2013 könnte ein schlimmes Grippe-Jahr werden»

Nach dem RS-Virus in Dezember verbreiten sich in der Schweiz nun weitere Krankheitserreger. Die Grippe legt viele lahm. Laut dem Immunologen Beda Stadler könnten das Jahr 2013 so schlimm werden wie 2009.

Simon Michel
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Die Grippewelle ist in der Schweiz angekommen

Die Grippewelle ist in der Schweiz angekommen

Keystone

In der Schweiz leiden derzeit viele an Grippesymptomen: hohes Fieber, Muskel- und Gelenkschmerzen sowie Kopf- und Halsschmerzen. Der Virus macht so manchem einen Strich durch die Rechnung - anstelle des Arbeitsplatzes oder dem Turnverein liegt man flach im Bett.

Die Anzahl der Verdachtsfälle von Influenza-Erkrankungen unterlag in der Nordwestschweiz in den vergangenen zwei Wochen starken Schwankungen. Nachdem zuerst einige Verdachtsfälle bei den Hausärzten gemeldet wurden, nahm die Zahl der Betroffenen wieder ab. Eine Woche später stiegen die Verdachtszahlen wieder an. Im Vergleich zur restlichen Schweiz ist das Grippevirus jedoch nicht soweit verbeitet. Laut dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) hat es jedoch schweizweit noch nicht seinen Höhepunkt errreicht.

Es können neue Viren-Stämme auftreten

2013 kann laut Immunologe Beda Stadler ein schlimmes Grippen-Jahr werden. Er rechnet gegenüber der Zeitung «20 Minuten» damit, dass das diesjährige Grippenvirus ähnliche Auswirkungen wie das Schweinegrippevirus im Jahr 2009 haben könnte. Dazumal kam es zu einer Grippe-Epidemie wegen dem Schweinegrippevirus H1N1.

Positiv ist, dass weniger Patienten am RS-Virus erkrankten. Der Virus löste im Dezember eine happige Erkrankungswelle aus, die besonders für Kleinkinder und Säuglinge zu einer Gefahr werden konnte.

Die Influenza-Viren sind und bleiben weiterhin eine Gefahr, weil sie sich laufend genetisch verändern. Dies führt laut BAG zum Auftreten von neuen Viren-Stämmen, gegen die ein Grossteil der Bevölkerung nicht immun ist. Doch wann ein neues Virus auftritt, lässt sich kaum vorhersagen.