Sozialversicherungen

Immer weniger Pensionskassen weisen eine Unterdeckung auf

Immer noch finanzielle Löcher: Schweizer Pensionskassen (Symbolbild)

Immer noch finanzielle Löcher: Schweizer Pensionskassen (Symbolbild)

Die Situation der Schweizer Pensionskassen hat sich dank der Erholung an den Finanzmärkten verbessert: Der Anteil der Kassen, die eine Unterdeckung aufweisen, ging deutlich zurück. Für den Pensionskassenverband ASIP ist es für eine Entwarnung aber noch zu früh.

Die Finanzkrise und der Einbruch an den Finanzmärkten hatten grosse Löcher in die Kassen der Vorsorgeeinrichtungen gerissen - die Folge war eine Unterdeckung. Noch im Frühling hätten gemäss Zahlen des Bundesamtes für Sozialversicherungen (BSV) 57 Prozent der Kassen nicht alle Renten auf einmal auszahlen können.

Seither haben sich die Börsenkurse deutlich erholt, und das wirkte sich auch auf die Pensionskassen aus. Der Schweizerische Pensionskassenverband ASIP schätzt den Anteil der Kassen mit Unterdeckung auf noch 20 Prozent.

Viele Pensionskassen hätten "von der überraschend starken und schnellen Teilerholung der Märkte" profitiert, sagte ASIP-Direktor Hanspeter Konrad Schweizer Radio DRS. So hätten viele Kassen ihre Unterdeckung "teilweise oder ganz ausgleichen" können.

Trotz dieser Reduktion der Unterdeckung bei vielen Kassen sei es zu früh, von einer generellen Entwarnung zu sprechen, sagte Konrad weiter. Die Situation sei "noch keineswegs normalisiert", viele Kassen müssten zuerst ihre Reserven wieder aufbauen. Und auch der Konkjunkturverlauf bleibe unsicher. Deshalb seien weiterhin Vorsichtsmassnahmen gefragt, betonte Konrad.

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