Blutspenden

Immer weniger Leute spenden Blut – Spitäler machen sich keine Sorgen

Die Zahl der Blutspenden in der Schweiz sank 2012

Die Zahl der Blutspenden in der Schweiz sank 2012

Die Zahl der Blutspenden ist im vergangenen Jahr um 2,5 Prozent auf 361'500 gesunken. Da die Nachfrage der Spitäler im selben Zeitraum ebenfalls abgenommen hat, sei der Rückgang nicht besorgniserregend.

Die Vorräte seien im Berichtsjahr nie unter die kritische Schwelle von 6000 Einheiten gefallen, teilte der SRK-Blutspendedienst mit. Für die Sommerperiode und für die Festtage Ende Jahr, wo normalerweise eine grössere Nachfrage besteht, seien ausreichend Blutprodukte vorhanden gewesen.

Im vergangenen Jahr seien nahezu 42'000 Spender von Stammzellen registriert gewesen, was einer Zunahme um 17 Prozent gegenüber dem Vorjahr entsprach. Diese Zahl habe sich innerhalb von drei Jahren praktisch verdoppelt, insbesondere dank der erleichterten Registrierung im Internet.

Vom anvisierten Ziel von 70'000 Registrierten sei man aber noch weit entfernt. Zudem sei das Durchschnittsalter mit 39 Jahren relativ hoch, stellt der Blutspendedienst des Schweizerischen Roten Kreuzes (SRK) weiter fest. Die Zahl der Transplantationen von Stammzellen habe mit 122 einen neuen Höchststand erreicht.

Wie bereits in den Vorjahren kam es zu keiner Übertragung des Aids-Virus oder von Hepatitis C. Insgesamt seien 22 infizierte Blutspenden, die den Hepatitis-C-Virus enthielten und zwei mit dem Aids-Virus rechtzeitig aufgedeckt worden. Zur letzten Infektion mit einer Blutspende kam es vor zwölf Jahren.

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