Südwestumfahrung Brugg
Im Südwesten etwas Neues

Die Südwestumfahrung von Brugg könnte den Zentren von Brugg und Windisch eine wesentliche Entlastung vom Durchgangsverkehr bringen.

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Aargauer Sport

Louis Probst

«Ein wichtiges Projekt, das rasch realisiert werden sollte, ist die Südwestumfahrung von Brugg»: Dieses Statement, das Baudirektor Peter C. Beyeler vor kurzem an einer Podiumsdiskussion in Brugg abgegeben hatte, dürfte in beiden Gemeinden zweifellos mit Wohlgefallen aufgenommen worden sein. Immerhin verspricht diese Spange - im Jargon

Update

Die Südwestumfahrung von Brugg wird als zweispurige Hochleistungsstrasse geplant. Die Strasse wird eine Länge von rund 2,3 Kilometern aufweisen. Der südliche Abschnitt wird gleichzeitig den Südast der geplanten Nordumfahrung von Windisch (NK 118) bilden. An Kunstbauten sieht das Vorprojekt zwei Kreisel sowie zwei Brücken vor. Die Kosten für die Südwestumfahrung werden auf 40 bis 50 Millionen Franken geschätzt.

Vorprojekt in der letzten Runde

«Wir sind in der letzten Runde des Vorprojekts», ist denn auch von Max Bruggmann, Projektleiter im Departement Bau, Verkehr, Umwelt, auf Anfrage zu erfahren. «Mit allen Anstössern sind Gespräche geführt worden. Das heisst, dass das Projekt relativ gut abgestützt ist. Jetzt geht es um die Zusammenstellung der Kosten und um ihre Verteilung.»

Im Wesentlichen sieht das Projekt vor, zwischen dem Ende der Umfahrung von Hausen, kurz vor dem so genannten Baschnagel-Kreisel, bis zum Anschluss an die Aarauerstrasse westlich der Bahnunterführung im Wildischachen in Brugg, eine zweispurige Hochleistungsstrasse zu erstellen. Auf einer Länge von rund einem Kilometer wird die neue Strasse auf dem Trassee der privaten Werkpiste gebaut, die seit einigen Jahren der Erschliessung des Hunziker-Industrieareals für den Schwerverkehr dient. Diese Idee ist nicht ganz neu. Neu dagegen ist eine Zweigspange zur Aarauerstrasse.

Eine Verbindung zur Aarauerstrasse

Diese Zweigspange, die über einen Kreisel Unterwerkstrasse an die neue Umfahrungsstrasse angeschlossen wird, mündet nach einem weiten Bogen, rund 300 Meter westlich des Bahnüberganges Unterwerkstrasse, in die Aarauerstrasse. Durch diese Zweigspange können nicht nur die bestehenden Industrieareale südlich der Aarauerstrasse direkt erschlossen werden.

Das Ausweichen auf den Bahnübergang im Bereich des Geschäftshauses Aarauerstrasse 69 als Anknüpfungspunkt ermöglicht zudem, auf der Aarauerstrasse Einspurstrecken für den Abbiegeverkehr in die neue Zweigspange zu bauen. Damit könnte auch das Problem der leider zur Tagesordnung gehörenden Rückstaus auf der Aarauerstrasse beim Bahnübergang Unterwerkstrasse elegant gelöst werden. Denn dieser Bahnübergang könnte nach dem Bau der Zweigspange für den Motorfahrzeugverkehr gesperrt werden.

Doch vorerst werden jetzt die Kosten für das Projekt ermittelt. «Sobald wir die Kosten kennen, werden wir Verhandlungen führen», sagt Max Bruggmann. Zum Zeithorizont für einen Baubeginn bei der Südwestumfahrung von Brugg erklärt er vorsichtig: «Realistisch gesehen, dürfte es schon 2012 oder 2013 werden.»

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