Löhne
Im Schnitt 120 000 Franken pro Jahr: Bund zahlt besser als Banken

Wer beim Bund arbeitet, verdient im Durschnitt mehr als ein Bankangestellter. Im letzten Jahr bezahlte Vater Staat seinen Bediensteten im Schnitt 120 075 Franken. Seit 2008 ist der Durschschnittslohn um über 11 000 Franken gestiegen.

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Ein mit Akten beladener Bundesbeamter unterwegs im Bundeshaus. (Symbolbild)

Ein mit Akten beladener Bundesbeamter unterwegs im Bundeshaus. (Symbolbild)

Keystone

Bankangestellte verdienten 2013 dagegen im Vergleich «nur» 105'600 Franken, wie ein Lohnvergleich der «Handelszeitung» zeigt.

Bundesangestellte kommen dazu jährlich in den Genuss von Leistungsprämien von durchschnittlich 2650 Franken. In der Bankenbranche beträgt der durschschnittliche Bonus 14'000 Franken.

Unter dem Strich ist die Lohntüte für den durchschnittlichen Bundesangestellten also etwas besser gefüllt als jene der Banker. Dies gilt umso mehr, wenn man die üppigen Boni in den Teppich-Etagen der Banken in Betracht zieht.

Akademiker in Berns Diensten

Gegenüber der Zeitung begründet der Bund die hohen Saläre mit dem wachsenden Anteil an Hochqualifizierten. Von den 36'700 Bundesangestellten auf der Lohnliste des Bundes seien etwa 9000 Akademiker.

Doch der Vergleich hinkt: Bei der Swisscom, wo ebenfalls zahlreiche Spezialisten und Akademiker angestellt sind, liegt der durchschnittliche Jahreslohn laut Gewerkschaft Transfair bei 94'000 Franken.

Automatische Erhöhung

Wer beim Bund arbeitet, konnte sich in den vergangenen Jahren dank automatischer Lohnerhöhung häufiger über eine Lohnerhöhung freuen. Der jährliche Durchschnittslohn ist gemäss «Handelszeitung» seit 2008 um über 11'000 Franken gestiegen. (cze)

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