Reformierte Kirche

Im Schnellzugtempo zum Pfarrer: Verkürztes Studium für Quereinsteiger

Das lange Studium hält viele davon ab, Pfarrer zu werden. (Symbolbild)

Das lange Studium hält viele davon ab, Pfarrer zu werden. (Symbolbild)

Was in der Schule funktioniert, kann auch in der Kirche nicht schaden. Um dem Pfarrermangel zu begegnen, geht die reformierte Kirche ungewöhnliche Wege und lanciert einen Studiengang für Quereinsteiger in den Pfarrberuf.

Zwischen Zulassung zum Studium und Ordination als Pfarrer ziehen rund sieben Jahre ins Land. Zu lange, wenn man den sich anbahnenden Pfarrermangel der reformierten Kirche ab 2017 betrachtet. Nun soll mit einem Quereinsteiger-Studium Gegensteuer gegeben werden.

Zusammen mit den Theologischen Fakultäten in Basel und Zürich plant das Konkordat der reformierten Kirchen, welchem sämtliche reformierten Kantonalkirchen der Deutschschweiz, mit Ausnahme von Bern, angehören, einen Studiengang für Quereinsteiger (Quest) ins reformierte Pfarramt.

Ziel ist die Etablierung eines akademischen Studiengangs, der theologischen Inhalte angemessen vermittelt. Dies teilte das Konkordat am Donnerstag mit.

Langes Studium als Hürde

Der Quereinstieg in den Pfarrberuf sei ein sich abzeichnender Trend. Geschätzt werde der hohe Sinn- und Sozialbezug, heisst es in der Mitteilung. Das lange Studium ist dabei eine Hürde, welche viele Interessierte nicht zu nehmen vermögen. Die reformierte Kirche möchte es Menschen mit reicher Lebenserfahrung vereinfachen, im Pfarrberuf Fuss zu fassen.

Eine Projektgruppe ist gegenwärtig damit beschäftigt, verschieden Umsetzungsvarianten auzuarbeiten. Anfang 2014 erfolgt die Vernehmlassung und im Juni 2014 entscheidet schliesslich die Konkordatskonferenz. Eine Implentierung findet frühsten ab 2015 statt.

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