Raubtier

Im Kanton Wallis kommt der Wolf erneut vors Volk

Die Walliser Bevölkerung wird sich erneut mit der Wolfproblematik befassen.

Die Walliser Bevölkerung wird sich erneut mit der Wolfproblematik befassen.

Das Walliser Stimmvolk wird über die Initiative «Für einen Kanton Wallis ohne grosse Raubtiere» abstimmen. Das Parlament hat das Begehren für zulässig erklärt. Allerdings hat das Votum eher symbolische Wirkung.

(rwa) Die Mehrheit des Walliser Grossen Rates stellte sich am Donnerstag hinter die Regierung, welche die Initiative unterstützt und sie dem Volk zur Annahme unterbreiten will. Eine linke Minderheit hatte vergeblich gefordert, die Initiative für ungültig erklären zu lassen.

Die Volksinitiative «Für einen Kanton Wallis ohne Grossraubtiere» wurde 2017 eingereicht. Sie verlangt, dass der Staat Vorschriften zum Schutz vor Grossraubtieren erlässt und den Bestand reguliert. Verboten wird die Förderung des Grossraubtierbestandes.

Die Chancen an der Urne stehen gut. Das zeigte sich bereits bei der Abstimmung über das neue Jagdgesetz. Dieses wollte, dass die Kantone vorbeugend Wölfe abschiessen können. Während die Vorlage national Schiffbruch erlitt, sprachen sich mehr als 67 Prozent der Walliser Stimmbevölkerung dafür aus.

Allerdings würde die Annahme der kantonalen Volksinitiative die aktuelle und künftige Situation der Grossraubtiere im Kanton nicht grundlegend ändern, wie die Walliser Regierung selbst einräumt. Der Kanton besitze nur wenig Spielraum für den Erlass eines kantonalen Grossraubtierkonzepts. Allerdings sei es wichtig, dass sich die Bevölkerung zur Problematik äussern könne.

Verwandte Themen:

Meistgesehen

Artboard 1