Irak

Im Irak sterben bei einem doppelten Selbstmordanschlag 30 Menschen

Düsterer Anblick nach Selbstmordanschlag in Ramadi

Düsterer Anblick nach Selbstmordanschlag in Ramadi

Bei einem doppelten Selbstmordanschlag sind im Westirak 30 Menschen getötet worden. Bei einem der Attentate in der Stadt Ramadi wurde der Gouverneur der Provinz Anbar, Kassem Mohammed al-Fahdawi, verletzt.

Nach Angaben aus dem Provinzrat wurde er mit einem Militärhelikopter in die 110 Kilometer entfernte Hauptstadt Bagdad geflogen. Wie die Polizei in Ramadi sagte, wurden 50 weitere Menschen verletzt. Zu dem Terroranschlag bekannte sich zunächst niemand.

Die Attentäter gingen auf perfide Weise vor. Zunächst sprengte sich ein Angreifer auf einer belebten Kreuzung im Zentrum der Stadt mit seinem Fahrzeug in die Luft. Der Gouverneur eilte mit seinem Krisenstab aus dem nahe gelegenen Regierungsgebäude zum Tatort. Als er dort eintraf, brachte einer seiner Leibwächter seinen Sprengstoffgürtel zur Explosion.

Die Provinz Anbar galt bis vor anderthalb Jahren als Hochburg sunnitischer Extremisten. Dann begann das US-Militär sunnitische Milizen in die Sicherheitskräfte der Provinz einzubinden. Das bewirkte eine weitgehende Befriedung.

Bei einem weiteren Bombenanschlag im zentralirakischen Chalis wurden sieben Menschen getötet, darunter der lokale Polizeichef. 20 weitere Menschen erlitten Verletzungen, bestätigte die Polizei in der Ortschaft 62 Kilometer östlich von Bagdad.

Der britischen Botschaft in Bagdad wurde ein Brite übergeben, der zweieinhalb Jahre in Geiselhaft verbracht hat. Der 36-jährige Peter Moore befinde sich in guter Verfassung, teilte Grossbritanniens Aussenminister David Miliband in London mit.

Der Computerfachmann war Ende Mai 2007 mit vier britischen Sicherheitskräften von schwer bewaffneten Aufständischen in Bagdad entführt worden.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1