Im Boden strömt Wasser

Über 1 km Stahlrohre durchziehen oberhalb des Buechquartiers den Tägerhardwald. Falls das Ergebnis positiv ist, und darauf lassen die bisherigen Daten schliessen, wird das Wasser später definitiv gefasst und ins Trinkwassernetz geleitet.

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Vor über 30 Jahren wurde im Tägerhardwald nach Grundwasser gebohrt (Schnittzeichnung). Trotz positivem Ergebnis wurden keine Fassungen gebaut. Der Kanton erklärte das Gebiet jedoch zur Grundwasserschutzzone. Jetzt laufen wieder Pumpversuche. Sollten sie ein positives Ergebnis bringen, könnten einmal bis 12 000 Liter Grundwasser pro Minute (l/min) geschöpft werden. Der Grundwasserstrom ist zirka 20 m tief und dürfte rund 30 000 l/min führen. Sein Spiegel liegt rund 55m unter Boden.

«Momentan fördern wir zirka 4900 l/min», sagt Geologe Jürg Stäubli. Er betreut den von der Gemeinde Würenlos lancierten Pumpversuch fachlich. Dazu wurden alte Brunnenrohre reaktiviert. Bei den Versuchen wird die Ergiebigkeit und die Qualität des Grundwassers untersucht. Vor allem Algen aus der Limmat könnten das Grundwasser beeinflussen.

«Es verliert dadurch Sauerstoff und schmeckt nicht mehr gut», sagt Stäuble. Mit dem durch die Schluckbrunnen versickernden Wasser kann dies verhindert werden. Diese befinden sich zirka 1 km südöstlich des Pumpschachtes. Die Pumpanlagen wurden von den Schweizer Gesellschaften der deutschen Bauer Spezialtiefbau und der Brunnenbau Conrad (BBC) erstellt.

Hitzeschock für grundwasser

Wie wichtig der haushälterische Umgang mit Grundwasser ist, zeigte das sehr trockene Jahr 2003. «Es dauerte 4 Jahre bis sich die Grundwasserströme wieder erholt hatten», sagt Ronni Hilfiker von der Abteilung Umwelt des kantonalen Departementes Bau, Verkehr und Umwelt.