Bahnverkehr

Im Bahnhof Granges-Marnand kam es beinahe erneut zum Crash

Die Unfallstelle des Unglücks vom 29. Juli in Granges-pres-Marnand. Beinahe wäre es erneut zu einem Unfall gekommen.

Die Unfallstelle des Unglücks vom 29. Juli in Granges-pres-Marnand. Beinahe wäre es erneut zu einem Unfall gekommen.

Beim Bahnhof Granges-Marnand im Waadtland, wo Ende Juli bei einem Zusammenstoss zweier Züge ein Lokführer ums Leben kam, ist am Montagmorgen ein Regionalzug zu früh angerollt. Der Fahrdienstleiter unterbrach den Zugsverkehr jedoch sofort, indem er den Strom abstellte.

Bei der Kreuzung zweier Züge kam es zu einer Unregelmässigkeit, wie SBB-Mediensprecherin Patricia Claivaz am Dienstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda sagte. Sie bestätigte damit einen Bericht von "20 minutes". Die Schweizerische Unfalluntersuchungsstelle (SUST) eröffnete ein Verfahren.

Der Regionalzug überfuhr weder ein Signal, noch musste er eine Notbremsung einleiten, wie Claivaz betonte. Er rollte bloss einige Meter an. Dies zeige, dass die von der SBB getroffenen Massnahmen nach dem Unfall greifen würden.

Nach dem Zusammenstoss am 29. Juli, bei dem ein Lokführer getötet und ungefähr 20 Personen verletzt wurden, führte die SBB das Vieraugenprinzip am Bahnhof Granges-Marnand und mehreren anderen Bahnhöfen wieder ein. Der Lokführer muss dabei warten, bis der Fahrdienstleiter ihm die Erlaubnis zum Abfahren erteilt hat.

Nach dem Zwischenfall wurde die Betriebszentrale in Lausanne informiert, damit die Stromzufuhr wieder aufgenommen wurde. Die betroffenen Passagiere mussten 15 bis 20 Minuten Verspätung in Kauf nehmen. Der Bahnverkehr rollte auf der Strecke danach wieder normal.

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