In der Nacht von Freitag auf Samstag wurde die Stromproduktion des Kernkraftwerkes Gösgen (KKG) für vier Stunden unterbrochen. Grund dafür sei eine Fehlerauslösung des Schutzsystems der Turbine, wie Bruno Elmiger vom KKG erklärt. «Ursache war die Fehlfunktion einer Elektronik-Baugruppe. Dies führte zur Abschaltung der Turbine. Und wenn diese abgestellt wird, wird kein Strom mehr produziert und der Reaktor wird heruntergefahren.»

In diesem Fall betrug die Reaktorleistung während des Unterbruches noch 30 Prozent. Weil der Reaktor nie ganz abgestellt wurde, war von aussen auch immer Dampf aus dem Kühlturm zu sehen, wie Elmiger auf Anfrage ausführt. «Das Schutzsystem dient zur Überwachung der Turbine. Damit werden beispielsweise die Drehzahl oder Vibrationen überwacht», sagt Elmiger und betont, dass dieser Vorfall nichts mit der nuklearen Sicherheit zu tun hatte: «Es ging dabei ausschliesslich um die Verfügbarkeit der Stromproduktion, die Sicherheit war zu jeder Zeit vollumfänglich gewährleistet.»

Während der ersten Stunden des Unterbruches, der morgens um 4 Uhr wieder aufgehoben wurde, sei der fehlende Strom von den Wasserkraftwerken der Alpiq geliefert und anschliessend importiert worden, erklärt Elmiger. Das eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat Ensi sei umgehend über den Vorfall informiert worden. (rb).