Notter
IKRK bestreitet Lösegeldforderung

Die Entführer von IKRK-Mitarbeiter Andreas Notter hätten keine Lösegeldforderung erhoben: dies sagt Alain Aeschlimann, Leiter der IKRK-Asien-Operation.

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"I would like to make it very clear that since the very beginning of the hostage crisis the ICRC has never received any such demands", sagt Alain Aeschlimann in einem auf der Website des IKRK publizierten Interviews und bestätigt damit, dass bis zum aktuellen Zeitpunkt keine Lösegeldforderung an das IKRK eingegangen sei. Die Entführer, so Aeschlimann, hätten bisher lediglich den Rückzug der philippinischen Truppen von der Insel Jolo gefordert.

IKRK zahlt nie Lösegeld

Im selben Interview führt Alain Aeschlimann auch aus, dass das IKRK nie Lösegeld für entführte Mitarbeiter bezahlt - Ausnahmen von diesem Prinzip würden seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in allen Krisenregionen der Welt in Gefahr bringen, nicht nur auf den Philippinen.

In der Gewalt der Geiselnehmer auf der südphilippinischen Insel Jolo sind nach wie vor der Aargauer Andreas Notter und der Italiener Eugenio Vagni. Die philippinische IKRK-Mitarbeiterin Mary Jean Lacaba wurde vergangene Woche bedingungslos freigelassen.

Seit ihrer Freilassung hat das IKRK nach Aussagen von Alain Aeschlimann keine Neueigkeiten über den Zustand seiner beiden Mitarbeiter. Die Entführer verlangen nach wie vor den Rückzug der philippinischen Armee aus dem Umkreis ihres Lagers. (rkr)

Das Interview in voller Länge: http://www.icrc.org/web/eng/siteeng0.nsf/htmlall/philippines-interview-080409?opendocument