Umverteilung

Hundesteuer in Waadt soll nur noch für Hunde ausgegeben werden

Hundesteuern sollen für eine sichere Hundehaltung eingesetzte werden (Symbolbild)

Hundesteuern sollen für eine sichere Hundehaltung eingesetzte werden (Symbolbild)

Hunde sollen besser in die Gesellschaft integriert werden. Das verlangt eine Volksinitiative, die im Kanton Waadt lanciert worden ist. Mit der Hundesteuer werden im Kanton jährlich 3 Millionen Franken eingenommen.

Bisher konnte der Kanton selbständig entscheiden, wofür er diese Einnahmen ausgeben wollte. Die Initative verlangt nun, dass diese Steuereinnahmen künftig ausschliesslich für Ausgaben verwendet werden, die im Zusammenhang mit Hunden stehen.

Dank der Steuer wäre eine effizientere Prävention möglich, sagen die Initianten. Als Beispiele nennen sie die Sensibilisierung von Kindern in Schulen, die Unterstützung von Opfern von Hundeattacken, die Teilnahme von Haltern an obligatorischen Kursen oder die Bereitstellung von Übungsplätzen.

Dem Initiativtext, der im kantonalen Amtsblatt publiziert wurde, ist im Detail zu entnehmen, dass mit der Initiative "die öffentliche Sicherheit verbessert werden soll und grundsätzlich Hunde besser in unsere Gesellschaft integriert werden sollen." Bis am 6. Februar 2010 müssten 12'000 Unterschriften zusammen kommen.

Mitglied des Initiativkomites ist der Liberale Jean-Marie Surer. Es gehe nicht darum, dem Staat Steuereinnahmen zu entziehen, sagte er. Vielmehr solle der Gebrauch dieses Geldes besser festgelegt werden. "Es ist nötig, die Hunde und deren Besitzer in die Pflicht zu nehmen, damit es nicht mehr zu Zwischenfällen kommt", sagte Surer.

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