Flüchtlinge

Hunderte demonstrieren in St. Gallen für Aufnahme von Flüchtlingen

Auch für ihn gingen in St. Gallen Hunderte auf die Strasse: Ein syrischer Flüchtling liegt erschöpft am Strand der griechischen Insel Lesbos, nachdem er die Überfahrt von der türkischen Küste überstanden hat (Symbolbild).

Auch für ihn gingen in St. Gallen Hunderte auf die Strasse: Ein syrischer Flüchtling liegt erschöpft am Strand der griechischen Insel Lesbos, nachdem er die Überfahrt von der türkischen Küste überstanden hat (Symbolbild).

Mehrere hundert Personen haben am Samstag in St. Gallen gegen Krieg und für die Aufnahme von Flüchtlingen demonstriert. Mit Transparenten, Luftballons und einem symbolischen Schlauchboot zogen sie friedlich durch die Stadt zum Grüninger-Platz.

Die Organisatoren der Kundgebung sprachen von rund 500 Teilnehmenden, laut Stadtpolizei waren es etwa 350. "100'000 syrische Flüchtlinge in die Schweiz aufnehmen!" hiess es auf einem Transparent. In mehreren Reden standen Syrien und Eritrea im Vordergrund.

Donia Gudeh, Flüchtlingsfrau aus Syrien, berichtete über die katastrophale Situation in ihrem Land. Vier Jahre Krieg bedeuteten auch, vier Jahre ohne Strom in zerstörten Städten zu leben. "Die Kinder hören Geschosse und sehen Blut."

"Die Flucht hat kein Ende"

Huruy Gherezghiher aus Eritrea schilderte die brutale Diktatur der ehemaligen Freiheitskämpfer in seinem Land. Freiheit gebe es nicht, Menschenrechte würden mit Füssen getreten. "Die Flucht hat kein Ende. Eritrea stirbt aus", sagte er. Eine Ansprache hielt auch die Schriftstellerin Dragica Rajcic.

Zur Kundgebung unter dem Motto "Kriege verhindern - Flüchtlinge aufnehmen" hatten der Schweizerische Friedensrat, das Solidaritätsnetzwerk Ostschweiz, der St. Galler Antirassismus-Treff Cabi und weitere Gruppierungen aufgerufen. In den kommenden Wochen soll es jeweils am Samstag in St. Gallen Mahnwachen geben.

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