Deutschland

Hunderte Atomkraftgegner protestieren in Gorleben für Atomausstieg

Widerstand gegen atomares Endlager in Gorleben (Archiv)

Widerstand gegen atomares Endlager in Gorleben (Archiv)

Hunderte Atomkraftgegner haben am Wochenende vor dem geplanten atomaren Endlager im norddeutschen Gorleben für den Atomausstieg demonstriert. Ein Protestzug umzingelte am Samstag symbolisch das sogenannte Erkundungsbergwerk.

Zwei Demonstranten wurden vorübergehend in Gewahrsam genommen, wie die Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg am Sonntag mitteilte. Berichte über Verletzte bestätigte die Polizei nicht.

Anlass für die von Freitag bis Sonntag dauernden Proteste in Gorleben war der 30. Jahrestag der Räumung des Hüttendorfs "Republik Freies Wendland". Dort hatten sich in den 80er-Jahren Atomkraftgegner wochenlang niedergelassen.

An den Demonstrationen am Wochenende nahmen nach Polizeischätzungen bis Samstag etwa 650 Menschen teil. Laut Polizei waren mehrere hundert Beamte im Einsatz.

Die Proteste richten sich auch gegen Pläne der deutschen Regierung, die Laufzeiten der Atomkraftwerke zu verlängern und Gorleben als möglichen Endlager-Standort weiter zu erforschen. Die Verlängerung der Laufzeiten von Atomkraftwerken ist ein zentrales Vorhaben der Regierungskoalition aus Union und FDP.

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