Die «Zentralschweiz am Sonntag» berichtete, dass am Donnerstagabend auf dem Hundsrüggen in Ebikon ein Tier in einem Gehege ein Schaf getötet und 14 so schwer verletzt habe, dass ihnen der Gnadenschuss gegeben werden musste. Die Schafe hätten angefressene Beine gehabt.

Simon Kopp, Sprecher der Luzerner Strafverfolgungsbehörden, bestätigte den Sachverhalt am Montag auf Anfrage. Die Behörden hätten Abklärungen aufgenommen. Nähere Angaben konnte er nicht machen. Es sei aber davon auszugehen, dass ein Hund die Schafe gebissen habe. Der kriminaltechnische Dienst hat die Spuren gesichert. Die Polizei prüft aber auch, ob allenfalls ein Wolf fürs Massacker verantwortlich sein könnte.

«Es war grausam», sagt Bauer Werner Lisibach gegenüber der «Zentralschweiz am Sonntag». Die Schafe hätten versucht, wegzurennen. Einige blieben im Weidezaun hängen. Der Hund hat die Tiere darauf in die Schenkel gebissen. Wegen der Dunkelheit konnte Lisibach die Suche nach den Tieren erst am Freitagmorgen fortsetzen. Das letzte Tier fand er gar erst am Samstag. «Es hatte ein faustgrosses Loch im Bein. Die Tiere haben schrecklich gelitten», sag Lisibach.

Bauer Lisibach hat einen klaren Verdacht, wer das Tiermassacker angerichtet hat: Ein Hund. Eine Nachbarin habe einen Hund in seinem Gehege gesehen und ihn dann vertrieben, wahrscheinlich sei er später zurückgekommen.

Die betroffene Schafherde in Ebikon, die ursprünglich 39 Tiere zählte gehört einem Landwirt aus dem Berner Oberland, der sie auf dem Grundstück von Lisibach weiden lassen kann.