Arosa

Hotel nach Brand total zerstört – Feuerwehr kämpfte die ganze Nacht gegen das Feuer

Die ganze Nacht kämpfte die Feuerwehr gegen die Flammen im Posthotel Holiday in Arosa. Drei Verletzte mussten am Freitag mit Rettungshelikoptern ins Spital geflogen werden. Züge fahren mittlerweile wieder nach Arosa.

Der Brand im Posthotel Holiday Inn im Zentrum von Arosa brach am Freitagnachmittag, um 16 Uhr, aus – und die Feuerwehr war noch die ganze Nacht gefordert.

Am Samstagmorgen war zwar "das Gröbste gelöscht", wie Roman Rüegg, Sprecher der Kantonspolizei Graubünden, nach einer ersten Lagebesprechung um 8 Uhr zu "Blick" sagte. Die Einsatzkräfte würden aber noch immer einzelne Glutnester bekämpfen. Und: "Wir gehen von einem Totalschaden aus", sagte Rüegg weiter. 

Das Gebäude dürfe wegen Einsturzgefahr vorerst nicht betreten werden, sagte Marco Corai von der Kantonspolizei Graubünden am Samstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda.

Es rauchte immer noch auf dem Schadensplatz im total zerstörten Viersternehotel unmittelbar neben dem Bahnhof. In dem vierstöckigen Gebäude befinden gegen 60 Zimmer.

Hotel in Arosa steht in Flammen

Hotel in Arosa steht in Flammen

Arosa - 30.12.16 - Der am Nachmittag im Posthotel Holiday Villa ausgebrochene Brand wütet bis am späten Freitag Abend. Drei Personen wurden per Helikopter ins Spital gebracht, mehrere weitere Gäste wurden vor Ort von den Rettungskräften behandelt. Rund 100 Einsätzkräfte sind vor Ort. Die Brandursache ist zurzeit noch unbekannt. Der Zugverkehr nach Arosa wurde unterbrochen, nimmt aber am Samstag Morgen den Betrieb wieder auf. Das 4-Sterne-Hotel gehört zur internationalen Holiday Villa Hotels Gruppe mit Sitz in Malaysia.

Die Feuerwehr kämpfte ab Freitagnachmittag mit einem Grossaufgebot von über 100 Einsatzkräften gegen die Flammen. 

Das Hotel musste nach Brandausbruch evakuiert werden. Die rund 150 Gäste mussten in andere Hotels umziehen.

Es gab mehrere Verletzte. Eine Person musste mit schweren und zwei weitere mussten mit weniger schwerwiegenden Rauchvergiftungen mit Helikoptern ins Kantonsspital Graubünden nach Chur geflogen werden. Vor Ort wurden zehn weitere Personen wegen Rauchvergiftungen ambulant behandelt. Angaben über die Höhe des Schadens konnte die Polizei am Samstag noch nicht machen.

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Die Umgebung des Hotels wurde abgesperrt. Die Bevölkerung im betroffenen Gebiet wurde angewiesen, in den Häusern zu bleiben und die Fenster zu schliessen. 

Da sich das Hotel in Gleisnähe befindet, blieb der Zugverkehr der Rhätischen Bahn zwischen Arosa und Litzirüti am Freitag bis Betriebsschluss unterbrochen. Die Strecke Chur - Arosa konnte am Samstagmorgen wieder freigegeben werden. Die Züge fahren nach Fahrplan. 

Der Brand zwischen Weihnachten und Neujahr und somit zur absoluten Hochsaison trifft das Hotel und den Ferienort zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. Das Haus respektive die Ruine steht exponiert neben dem Bahnhof und ist nach der Einfahrt in Arosa gut sichtbar.

Der letzte grössere Brand eines Hotels in Arosa ereignete sich Mitte Februar 2009. 36 Hotelgäste konnten unverletzt evakuiert werden. (sda/pz)

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