Honduras

Honduras' gestürzter Präsident bereitet Rückkehr in die Heimat vor

Zelaya will nach Honduras zurück

Zelaya will nach Honduras zurück

Nach dem Scheitern der Vermittlungsbemühungen steuert der Konflikt zwischen dem gestürzten honduranischen Präsidenten Manuel Zelaya und der Putschregierung auf einen neuen Höhepunkt zu. Zelaya will am Freitag erneut versuchen, in seine Heimat zurückzukehren.

Er werde sich noch heute Donnerstag in den Norden Nicaraguas begeben, kündigte Zelaya auf einer Medienkonferenz in der honduranischen Botschaft in Nicaragua an. Am Tag darauf werde er versuchen, die Grenze nach Honduras zu überschreiten.

Bei seiner Rückkehr in die Heimat werde er unbewaffnet sein. Begleiten würden ihn seine Frau und Kinder sowie Journalisten.

Die neuen honduranischen Machthaber haben für den Fall von Zelayas Rückkehr dessen umgehende Festnahme wegen "Hochverrats" und "Machtmissbrauchs" angekündigt. Ein erster Rückkehrversuch Zelayas nach Honduras war Anfang Juli gescheitert.

Der costaricanische Präsident und Vermittler Oscar Arias unterbreitete am Mittwoch (Ortszeit) einen neuen Vorschlag, den die Putschregierung ablehnte.

Arias' Vorschlag sah unter anderem vor, Zelaya am Freitag als Präsident einer Regierung der nationalen Einheit und Versöhnung bis zum Ende seines Mandats im Januar einzusetzen und die regulär für Ende November vorgesehene Präsidentschaftswahl um einen Monat vorzuziehen.

Zelaya bezeichnete den Vermittlungsprozess als "endgültig gescheitert". Er forderte, zur Beilegung der Staatskrise das Zentralamerikanische Integrationssystem (SICA), die Organisation der Amerikanischen Staaten (OAS) und die Vereinten Nationen einzuschalten.

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