Schule

Hohe Ziele auf bunten Kreisen

Die Schule Windisch hat im Chapfschulhaus ihr neu erarbeitetes Leitbild präsentiert.

Hanna Widmer

Die Schule Windisch nimmt sich viel vor: «Unser Unterricht orientiert sich an den Bedürfnissen und und Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler.» - «Unsere Schülerinnen und Schüler motivieren wir, indem wir ihnen zutrauen, anstehende Aufgaben zu lösen.» - «Durch gemeinsame und persönliche Weiterbildung gehen wir auf Veränderungen und Herausforderungen ein.»

Das sind nur 3 von 21 Vorsätzen, die im neuen Leitbild der Schule Windisch stehen. Am Dienstag präsentierte Schulpflegepräsidentin Barbara Stüssi-Lauterburg den Prospekt mit den vielen farbigen Kreisen, auf denen die Ziele der Schule aufgezeigt sind. Übersichtlich wirkt das Leitbild, das an die Schüler, Eltern und Lehrer gerichtet ist. Die Forderungen sind verständlich formuliert.

Allerdings kommen einem manche Vorsätze wie «Durch gegenseitige Rückmeldungen steigern wir die Qualität unserer Arbeit» oder «Mit einer offenen Gesprächskultur fördern wir das Vertrauen» bekannt vor.

Trotzdem: Stüssi-Lauterburg hofft, dass das Leitbild in der Schule jeden Tag umgesetzt wird: «Natürlich müssen wir auch die Wirkung regelmässig überprüfen.» Konkrete Schritte zur Umsetzung des Leitbildes präsentierte sie am Dienstagabend noch nicht.

In der Praxis getestet

Vor ziemlich genau zwei Jahren, am 4. April 2007, traf die Gruppe «Leitbild» zum ersten Mal zusammen, um dieses zu erarbeiten. Innerhalb der Gruppe kam es zu vielen Diskussionen. Wünsche und Vorstellungen wurden zusammengetragen, sortiert und herausgefiltert.

Die Erkenntnisse wurden sofort den Lehrern mitgeteilt und in der Praxis auf Herz und Nieren ausgetestet. Ist das wirklich die perfekte Lösung? «Das Resultat sollte für alle stimmen und ein Gerüst sein, das den richtigen Halt gibt, ohne einzuengen», so Stüssi-Lauterburg.

Die Schulpflegepräsidentin vergleicht das Leitbild mit dem Schweizer Staat: «Konsens, Recht und Kontinuität sind wichtig, um ein Land zusammenzuhalten. Das gilt auch für unsere Schule.» Stüssi-Lauterburg pocht darauf, dass Bewährtes sehr wichtig ist: «An der Schule ist die jährliche Mutationsrate der Lehrpersonen nicht höher als 10 Prozent.» Das zeuge von grosser Stabilität: «90 Prozent der Lehrkräfte bleiben während eines oder meist mehreren Jahren an der Schule.»

Spannungen verhindern

Doch das Leitbild verrät, dass nicht nur die Lehrer zufrieden sein sollen. «Wir legen Wert auf eine gute Zusammenarbeit mit den Eltern und allen an der Schule Beteiligten.» - «Wir schaffen Möglichkeiten, Schüler und Eltern in Gestaltungsprozesse einzubeziehen» oder «Bei Konflikten suchen wir mit den beteiligten Parteien sofort das Gespräch.»

Für die Schulpflegepräsidentin ist klar: «Der Dialog zwischen den Beteiligten ist von grosser Wichtigkeit. Wenn nicht alle mitreden können, ist die Gefahr gross, dass das System ins Schwanken gerät und so Spannungen entstehen können.»

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