Tschechien

Hohe Wahlbeteiligung bei Parlamentswahlen in Tschechien

Start der Wahlen in Tschechien (Archiv)

Start der Wahlen in Tschechien (Archiv)

Ein Jahr nach dem Sturz des damaligen Regierungschefs Mirek Topolanek im Abgeordnetenhaus in Prag haben in Tschechien zweitägige Parlamentswahlen begonnen. Bis zum Abend gaben bereits etwa 50 Prozent der rund 8 Millionen Wahlberechtigten ihre Stimme ab.

Das berichtete der tschechische Fernsehsender CT. Der Vorsitzende der in Umfragen führenden Sozialdemokraten (CSSD), Jiri Paroubek, gab sich bei der Stimmabgabe optimistisch. Sein schärfster Kontrahent von der Demokratischen Bürgerpartei (ODS), Petr Necas, warnte im Wahllokal dagegen erneut vor einer möglichen Linkskoalition aus CSSD und den unreformierten Kommunisten (KSCM).

Necas sprach sich für ein Bündnis seiner neoliberalen Partei mit kleineren konservativen Gruppierungen aus. Präsident Vaclav Klaus sprach bei der Stimmabgabe von einer "aussergewöhnlich schwierigen Wahl", weil viele neue Kräfte mit Chancen auf einen Einzug ins Parlament kandidieren würden.

Die Abstimmung soll dem EU- und NATO-Mitglied wieder mehr politische Stabilität bringen. Seit der Abwahl von Topolanek durch ein Misstrauensvotum amtiert in Prag eine parteilose Übergangsregierung. Politische Beobachter erwarten keine klaren Mehrheitsverhältnisse. Wegen der Fünf-Prozent-Hürde werden fünf Parteien gute Chancen auf den Einzug ins Parlament eingeräumt.

Die Wahllokale schlossen um 22.00 Uhr. Die Wahlberechtigten können ihre Stimme auch an diesem Samstag zwischen 8.00 Uhr und 14.00 Uhr abgeben. Mit ersten Hochrechnungen wird am Samstag gegen 16.00 Uhr gerechnet.

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