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Hoffen auf starkes Signal für Grünzone

Lachmatt im Nebel: Der Muttenzer Gemeinderat Thomi Jourdan erläutert, dass die neue Zonenplanung Landschaft hier den Ersatzstandort für die Sportanlage Margelacker vorsieht. Regula Vogt-Kohler

Lachmatt

Lachmatt im Nebel: Der Muttenzer Gemeinderat Thomi Jourdan erläutert, dass die neue Zonenplanung Landschaft hier den Ersatzstandort für die Sportanlage Margelacker vorsieht. Regula Vogt-Kohler

Der revidierte Muttenzer Zonenplan Landschaft sieht ein grünes Schänzli und einen Ersatz für den Sportplatz Margelacker in der Lachmatt vor.

Regula Vogt-Kohler

Im Tauziehen zwischen Gemeinde und Kanton um das Areal Schänzli gibt sich der Muttenzer Gemeinderat standfest: «Wir möchten dafür kämpfen», bekräftigte der für Hochbau und Planung zuständige Gemeinderat Thomi Jourdan an einer Medienkonferenz zur Revision der Nutzungsplanung Landschaft.

Die Festlegung einer Grünzone und einer Uferschutzzone im Gebiet Schänzli gehört zu den Schwerpunkten der Revision. Eine bauliche Nutzung des nördlichen Teils des Areals, wie sie der Kanton als Grundeigentümer anstrebt, wäre nur mit einer Ausdehnung des Baugebiets möglich, gab der Muttenzer Bauverwalter Christoph Heitz zu bedenken.

Eine Erweiterung des Baugebiets wäre aber raumplanerisch nicht zu begründbar, sagte Heitz. Eine Grünzone Schänzli sei auch von regionaler Bedeutung, hielt Patricia Enzmann, Abteilung Umwelt der Gemeinde Muttenz, fest.

Breite Unterstützung

Die von 3147 Personen unterschriebene Petition «Das Schänzli bleibt grün» zeige, dass für ein grünes Schänzli breite Unterstützung bestehe, sagte Jourdan und betonte, dass der Landrat die Petition nicht abgeschrieben, sondern dem Regierungsrat zur Kenntnisnahme überwiesen habe. Wichtig sei jetzt, dass es an der Gemeindeversammlung ein Signal gebe.

Jourdan geht davon aus, dass das Schänzli an der Gemeindeversammlung (Donnerstag, 15. Oktober, 19.30 Uhr im Mittenza) für eine intensive Diskussion sorgen wird. Zu reden geben dürfte auch die Schaffung raumplanerischer Voraussetzungen für eine Verlegung des Sportplatzes Margelacker.

Als Ersatzstandort sieht der neue Zonenplan die Lachmatt vor, mit eigener Tramhaltestelle und Parkiermöglichkeiten. «Wir können nicht über den Margelacker diskutieren ohne alternativen Standort», hielt Jourdan fest. Weil für das Schänzli eine andere Nutzung vorgesehen ist, bleibt die sehr gut erschlossene Lachmatt als einzige Möglichkeit übrig.

Die Lachmatt war der erste Zwischenstopp auf der Fahrt, welche die Medienleute auf Elektro-Bikes durch die vom Nebel eingehüllte Muttenzer Landschaft führte. Eine weitere Station war der Rebberg. Der revidierte Zonenplan sieht eine Erweiterung des Rebbaugebiets um etwa 15 Prozent auf knapp 12 Hektaren vor.

Die «Zone für Rebbau» legt aber nicht nur die maximale Ausdehnung des Rebbaus in Muttenz fest, sondern regelt auch den ökologischen Ausgleich und die Grundmasse für Reb- und Gerätehäuschen. Ein weiterer wichtiger Punkt der Revision ist die Koordination der Erholungsnutzung und des Grundwasserschutzes im Hardwald.

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