Lawine

Höchste Lawinengefahr in mehreren Gebieten

Schneegestöber und Eiszapfen in Andermatt.

Schneegestöber und Eiszapfen in Andermatt.

Die Lawinengefahr ist vom Institut für Schnee- und Lawinenforschung (SLF) in mehreren Gebieten auf die höchste Stufe angehoben worden. Diese Gefahrenstufe herrscht nur sehr selten.

Die Lawinengefahr ist vom Institut für Schnee- und Lawinenforschung (SLF) in mehreren Gebieten auf die höchste Stufe angehoben worden. Diese Gefahrenstufe herrscht nur sehr selten.

Grossflächig wurde sie das letzte Mal im Januar 2018 und davor im Lawinenwinter 1999 herausgegeben, wie das Institut für Schnee- und Lawinenforschung (SLF) am Sonntagabend schreibt. Bis Montagabend fallen vom östlichen Berner Oberland bis in den Alpstein, im nördlichen Oberwallis und in der Silvretta weitere 60 bis 100 cm Schnee.

Die Lawinengefahr in der Schweiz, herausgegeben am Sonntag Abend durch das Institut für Schnee- und Lawinenforschung (SLF).

Die Lawinengefahr in der Schweiz, herausgegeben am Sonntag Abend durch das Institut für Schnee- und Lawinenforschung (SLF).

Das SLF stuft deshalb die Lawinengefahr für Montag in folgenden Gebieten auf der Stufe 5 (sehr gross) ein: Engelberg, Gadmertal, Glarner Voralpen, Grimselpass, Grindelwald, Guttannen, Hasliberg - Rosenlaui, Jungfrau-Schilthorn, Lauterbrunnen, Linthal, Maderanertal, Meiental, Melchtal, Muotatal, nördliches Urseren, Schreckhorn, Schächental, Sernftal, Uri Rotstock, westliche Silvretta, östliche Silvretta.

Im Nordosten viel bereits die doppelte Menge Schnee als üblich

Im Nordosten sei bereits in den letzten zwei Wochen teilweise aussergewöhnlich viel Schnee gefallen. Dort sind die Schneehöhen laut SLF für die Jahreszeit überdurchschnittlich; es liege verbreitet das anderthalb- bis zweifache der sonst üblichen Schneemengen.

Es werden deshalb viele zum Teil extrem grosse Lawinen erwartet. Diese können laut SLF bis weit in die Täler vorstossen und auch selten gefährdete Verkehrswege und Gebäude erreichen. Das Institut empfiehlt deshalb, in den betroffenen Gebieten auf Schneesport abseits gesicherter Pisten zu verzichten. In vielen weiteren Gebieten gilt die Gefahrenstufe 4 (gross). Auch dort herrschen sehr kritische Verhältnisse für Schneesport abseits von gesicherten Pisten.

Autos bei Hospental verschüttet

Glück im Unglück hatten mehrere Autofahrer im Kanton Uri: Eine Lawine verschüttete am Sonntag vier Fahrzeuge auf der Strasse zwischen Hospental und Realp. Die Insassen konnten sich selber befreien, verletzt wurde niemand.

Der Autoverlad am Furka ist eingestellt. Die Schneemassen gingen gegen 11 Uhr nieder und verschütteten die Strasse auf einer Länge von rund 250 Metern nahe Zumdorf, wie ein Sprecher der Urner Kantonspolizei auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA sagte.

Die Fahrzeuge seien teilverschüttet worden, konnten aber bereits aus dem Schnee befreit werden. Die Insassen konnten selbst aussteigen und weiterfahren, nachdem die Autos vom Schnee befreit waren. Die Sache sei glimpflich ausgegangen, sagte der Sprecher. Glücklicherweise sei es bei einem Elementarereignis geblieben. Die Aufräumarbeiten dürften aber längere Zeit in Anspruch nehmen. Die Furkastrasse bleibt zwischen Hospental und Realp bis auf weiteres gesperrt.

Nicht von der Lawine betroffen ist die Matterhorn-Gotthard-Bahn. Allerdings wurde der Autoverlad am Furka eingestellt, damit vom Wallis herkommende Autos nicht auf der Urner Seite stranden.

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