Hochuli hält an Sounding Board fest

Susanne Hochuli

Susanne Hochuli

Gesundheitsdirektorin Susanne Hochuli hält an ihrem Feeback-Gremium fest. Das so genannte Sounding Board soll seine Tätigkeit in der bisherigen Art und in gleicher Zusammensetzung fortführen.

Darauf haben sich die Mitglieder des von Regierungsrätin Susanne Hochuli eingesetzten Gremiums jetzt verständigt. Die Zusammensetzung des Gremiums war von FDP- und SVP-Politiker jüngst scharf kritisiert worden.

Thierry Burkart (FDP) und Andreas Glarner (SVP) störten sich daran, dass auch Politiker im Gremium vertreten sind. Sie schossen sich dabei auf den Grünliberalen Fraktionschef Peter Schumacher ein, der das Gremium präsidiert und für diese Arbeit auch entschädigt wird. Hochuli kaufe so Politiker, so die beiden Bürgerlichen.

Hochuli hat diese Anwürfe bereits vor Wochen scharf zurückgewiesen und betont, dass das Gremium bereits von ihrem Vorgänger, der SVP-Regierungsrat Ernst Hasler ins Leben gerufen wurde.

Gleiche Funktion, gleiche Zusammensetzung

Nun stellt sich auch das Gremium selbst einen Unbedenklichkeitsschein aus. An seiner jüngsten Sitzung sprachen sich die Mitglieder des Board deutlich für die Weiterführung der Arbeiten in diesem Kreis, das heisst unter Einbezug von Vertreterinnen und Vertretern aus der Gesundheitspolitik, aus.

Die im Gremium mitwirkenden Grossrätinnen und Grossräte vermögen in dieser Form der Mitarbeit keine Beeinträchtigung ihrer Unabhängigkeit gegenüber dem Departement Gesundheit und Soziales zu erkennen, teilt das Departement mit.

Zudem steht für Hochuli aufgrund der bisherigen positiven Erfahrungen fest, dass es keinen Grund gibt, den Moderator nicht länger mit der Vor-, Auf- und Nachbereitung der Sitzungen des Sounding Board zu betrauen.

Um die strategischen und konzeptionellen Arbeiten im Umfeld der Anfang 2012 in Kraft tretende Revision des Krankenversicherungsgesetzes voranzutreiben, hat Hochuli im August des vergangenen Jahres das Projekt Gesundheitswesen Aargau 2012 und Anfang November das Sounding Board GW AG 2012 ins Leben gerufen.

Dem Gremium gehören Vertreterinnen und Vertreter aus der Gesundheitspolitik ebenso an wie Exponentinnen und Exponenten sowie Expertinnen und Experten von Institutionen, Verbänden und Organisationen des Gesundheitswesens. Es hat dabei keine Entscheidungskompetenz, sondern soll durch das gemeinsame Nachdenken und Diskutieren mögliche Lösungsansätze für die Umsetzung der KVG-Revision entwerfen. (rsn)

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