Strom

«Hochspannung unter den Boden» reicht Petition ein

Hochspannungsmaste im Sonnenuntergang

Hochspannungsmaste im Sonnenuntergang

Die Interessengemeinschaft «Hochspannung unter den Boden» hat in Bern eine Petition für ihr Anliegen eingereicht. Hochspannungsleitungen gehörten in sensiblen Gebieten in die Erde verlegt. Die Strombranche hält dies für zu teuer.

Die Erdverlegung von neuen oder auszubauenden Höchst- und Hochspannungsleitungen sei zwingend für die Gesundheit der Bevölkerung, das Landschaftsbid und die Umwelt, teilte die Interessengemeinschaft vor den Medien in Bern mit.

Gerade die Schweiz, welche sich im Umweltschutz stark mache, dürfe nicht zulassen, dass veraltete Technologien weit in die Zukunft hinein die Landschaft verunstalteten und Schaden anrichteten.

Die schweizerische Industrie - allen voran ABB - spiele bei der Erdverlegung sogar eine führende Rolle. So sei diese Methode auch ein Beitrag zum Innovations- und Technologiestandort.

Der Verein sieht sich in vielen Kantonen und Regionen von der betroffenen Bevölkerung unterstützt. Konkreter Widerstand gegen Freileitungen regt sich aktuell im Wallis, im Bernbiet, im Aargau und im Freiburger Land.

Im Ständerat wurde eine Motion von Jean-René Fournier (CVP/VS) oppositionslos angenommen, welche umfassende und präzise Kriterien verlangt, wann eine Stromleitung in den Boden muss. Mit der Petition will die IG dieser Forderung Nachdruck verschaffen.

In der Schweiz sind bis 2015 gemäss einer Liste des Eidgenössischen Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) insgesamt 67 Leitungsbauprojekte fällig.

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