Waldbrandgefahr

Hitze lässt Gefahr von Waldbränden ansteigen

Feuer machen verboten: Ein Schild auf einer Waldlichtung warnt vor der Waldbrandgefahr (Archiv).

Feuer machen verboten: Ein Schild auf einer Waldlichtung warnt vor der Waldbrandgefahr (Archiv).

Das heisse, trockene Wetter der vergangenen Tage schürt die Gefahr von Waldbränden. In vielen Regionen warnen die Behörden vor grosser Waldbrandgefahr. Im Tessin und in Bern musste die Feuerwehr am Freitag bereits wegen Waldbränden ausrücken.

Im Tessin brach in einem schwer zugänglichen Gebiet beim Dorf Pestalozzi ein Brand aus. Rund zwei Hektaren Wald waren betroffen. Die Feuerwehr konnte den Brand mit Hilfe eines Helikopters unter Kontrolle bringen, verletzt wurde niemand.

In Bern entdeckte ein Passant am Freitag einen Schwelbrand im Riederenwald, der nach Angaben der Feuerwehr bereits zwei oder drei Tage gebrannt haben dürfte. Die Feuerwehr konnte den Brand innert zwei Stunden löschen.

"Grösste Vorsicht"

Das Bundesamt für Umwelt (BAFU) warnte am Freitag vor der Waldbrandgefahr. Weil grosse Regenmengen ausblieben, trockneten die Waldböden in der Schweiz langsam aus. Es sei grösste Vorsicht geboten, Hinweise der örtlichen Behörden müssten strikt befolgt werden.

Besonders betroffen sind das Wallis sowie Teile des Kantons Berns und Jura: Hier gilt laut dem Naturgefahrenportal des Bundes die höchste Gefahrenstufe "sehr gross". Grosse Waldbrandgefahr herrscht unter anderem in der Nordwestschweiz, in Teilen der Westschweiz und des Kantons Graubünden sowie im Südtessin.

In der übrigen Schweiz herrscht mässige oder erhebliche Gefahr. Allerdings könne die Waldbrandgefahr lokal sehr unterschiedlich sein, schreibt das BAFU. Abhängig ist dies davon, wie stark ein Gebiet nach Süden ausgerichtet ist.

Feuerverbot in mehreren Kantonen

Mehrere Kantone haben angesichts der Trockenheit bereits Massnahmen ergriffen. Wallis, Waadt, Solothurn, Basel-Stadt und Basel-Landschaft haben ein absolutes Feuerverbot im Wald und in Waldesnähe erlassen. Zahlreiche weitere Kantone, darunter Bern und Graubünden, riefen die Bevölkerung zur Vorsicht auf.

Die Lage könnte sich in den kommenden Tagen noch verschärfen. Meteorologen rechnen überall in der Schweiz mit warmem und trockenem Sommerwetter mit einigen Gewittern. Solange keine ergiebigen Niederschläge fallen, werde die Gefahr von Wald- und Flurbränden anhalten und weiter ansteigen, schreibt das BAFU.

Um Waldbrände zu vermeiden, empfiehlt das BAFU, beim Grillieren festeingerichtete Feuerstellen zu verwenden und das Feuer laufend zu überwachen. Zudem sollten bei starken und böigen Winden gar keine Feuer im Freien entfacht werden. Brennende Zigaretten und Zündhölzer dürften im Wald nie weggeworfen werden.

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