Er leitete unter der damaligen Schreckensherrschaft das berüchtigte Foltergefängnis Tuol Sleng. Dort kamen zwischen 1975 und 1979 mehr als 16 000 Menschen um. Bislang ist niemand für die Verbrechen zur Verantwortung gezogen worden.

Der ehemalige Mathematiklehrer war schon im Vorfeld geständig und hat tiefe Reue über die Gräueltaten gezeigt. Er ist wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit angklagt und wird bei einem Schuldspruch mit lebenslanger Haft bestraft.

Zum Prozessauftakt wollten sich Staatsanwaltschaft und Verteidigung auf die Liste der Zeugen und den künftigen Prozess-Fahrplan einigen. Duch wird zunächst nicht im Zeugenstand stehen.

Die eigentliche Verhandlung mit Zeugenvernehmungen beginnt voraussichtlich Ende März. Der Prozess dürfte drei bis sechs Monate dauern. Das Tribunal bereitet Prozesse gegen vier weitere Angeklagte vor, die hohe politische Verantwortung für das Regime trugen.