Für die Instandstellung der Brandschäden werden 1,1 Millionen Franken eingesetzt, wie die Stadtkanzlei am Freitag mitteilte. Rund 400'000 Franken kosten die Unterhaltsarbeiten, bei denen die drei Holzpfeiler mit je zehn Holzbalken ersetzt werden.

Weitere 300'000 Franken werden in Massnahmen zur Verhinderung eines erneuten Brandes investiert. Künftig sind die Holzbretter im Randbereich der Brücke demontierbar.

Auf diese Weise sollen bei der jährlichen Reinigung brennbares Material wie Konfetti, Staub und Spinnweben entfernt werden können. Zudem lässt die Stadt eine Sprühflutanlage unter den Holzboden einbauen, um die Brandbekämpfung zu vereinfachen.

Die alte Holzbrücke führt über die Aare und verbindet für die Fussgänger und Velofahrer die Altstadt mit der Bahnhofseite. Die heutige Holzbrücke wurde 1803 errichtet. Erstmals erwähnt wurde der Aareübergang im Jahr 1295.

Wiederholt Glimmbrände

Für die aufwändigen Sanierungsarbeiten wird die Holzbrücke zunächst eingerüstet. Danach sollen die drei Holzpfeiler saniert werden. Diese Arbeiten müssen abgeschlossen sein, wenn ab Mitte März die ersten Hochwasser als Folge der Schneeschmelze und damit ein Anstieg des Wasserspiegels drohen.

Beim Brand auf der Holzbrücke am vergangenen 28. März entstand grosser Sachschaden. Ein fahrlässiger Umgang mit Raucherwaren hatte zum Brand geführt, bei dem niemand verletzt worden war. Weggeworfene Zigarettenstummel hatten in der Vergangenheit wiederholt zu Glimmbränden auf der Holzbrücke geführt.