Ein hochrangiger US-Vertreter sagte, Obama habe Mexikos Präsident Felipe Calderón die "starke Unterstützung" der USA im Kampf gegen die Drogenkartelle versichert, die in einem blutigen Machtkampf um die Kontrolle um die lukrativen Drogen-Schmuggelrouten in die USA kämpfen.

Gleichzeitig habe der Präsident bei seinem ersten bilateralen Treffen mit Calderón am Tagungsort in Guadalajara aber verlangt, dass die mexikanischen Sicherheitskräfte bei ihrer Grossoffensive gegen die Drogenmafia die Menschenrechte achten.

Eine intensivere Zusammenarbeit solle die Grenze zwischen beiden Ländern "sicherer" machen, erklärten die beiden Präsidenten mit Blick auf die organisierte Kriminalität. Sie solle jedoch auch den Handel zwischen den USA und Mexiko erleichtern.

Die US-Regierung hat bereits eine Mitverantwortung für den Kampf der Drogenkartelle eingeräumt und zusätzliche Massnahmen gegen den Schmuggel angekündigt.

Calderón mahnte den Angaben zufolge die Freigabe versprochener Hilfsgelder durch den US-Kongress. Wegen Bedenken zur Einhaltung der Menschenrechte in Mexiko halten die Abgeordneten die zugesagten 1,4 Milliarden Dollar zurück.

Auch Kanada kündigte an, Mexiko im Kampf gegen den Drogenhandel und die organisierte Kriminalität stärker zur Seite zu stehen. Sein Land werde mit jährlich 15 Millionen Dollar unter anderem die Ausbildung mexikanischer Polizisten unterstützen, teilte Harper nach seinem Treffen mit Calderón an.

Beide Länder, USA und Kanada, machten Mexiko aber keine Zugeständnisse in Fragen der Einwanderung von Mexikanern. Weitere Themen waren Massnahmen gegen die Schweinegrippe und die Weltwirtschaftskrise.