Israel

Hickhack um Siedlerposten im Westjordanland

Hickhack um israelische Siedler

Hickhack um israelische Siedler

Die vom israelischen Verteidigungsminister Ehud Barak angekündigte Räumung von Aussenposten jüdischer Siedler im Westjordanland hat im ersten Anlauf keinen grossen Erfolg gebracht. Die Siedler bauten ihre Häuser einfach wieder auf.

Nachdem Sicherheitskräfte am Donnerstag mit Planierraupen sieben Häuser im Vorposten Moas Ester zerstört hatten, bauten jüdische Siedler nach Angaben des israelischen Radios an gleicher Stelle erste Holzhäuser wieder auf.

Es handelte sich um die erste Räumung unter der neuen rechtsgerichteten Regierung von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu. Die israelische Friedensbewegung Peace Now sprach von einer reinen PR-Aktion.

Barak hatte am Mittwoch angekündigt, er wolle Aussenposten im Westjordanland notfalls mit Gewalt räumen lassen. Nach den Worten des Vorsitzenden der sozialdemokratischen Arbeitspartei erfolgt die Evakuierung nicht auf Druck der US-Regierung.

Zuvor hatte die israelische Zeitung "Haaretz" berichtet, dass Netanjahu während seines Gesprächs mit US-Präsident Barack Obama am Montag in Washington entsprechende Gesten versprochen hatte. US-Aussenministerin Hillary Clinton hatte nach dem Treffen gesagt, dass die US-Regierung einen vollständigen Stopp aller Bauaktivitäten in jüdischen Siedlungen wünsche.

Ausser den 121 israelischen Siedlungen im Westjordanland haben Siedler nach Angaben von Peace Now seit 1996 - als die Regierung einen Baustopp von neuen Siedlungen versprach - rund 100 "wilde" Aussenposten errichtet. Diese sind ohne Genehmigung der israelischen Regierung entstanden.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1