Dieter Minder

Wenn die Umfahrung Mellingen einmal eröffnet ist, fahren Tausende von zusätzlichen Autos durch Fislibach, Mägenwil und Wohlenschwil. Dies zumindest prognostiziert der Verein «Bye Bye Abschnitt 2» den dortigen Bewohnern. Wie der Vereinsname sagt, sind dessen Mitglieder vor allem gegen die 2.Etappe (Karte) der geplanten Umfahrung. Dieser würde auch die Wohngebiete von Mellingen und Wohlenschwil tangieren. Im Vorfeld der Orientierungsversammlung, die als «Propagandaveranstaltung des Regierungsrates Beyeler» bezeichnet wird, rufen die Gegner die Bevölkerung auf, sich zu wehren. Ihrer Ansicht nach ist die Umfahrung ein «wahnwitziges Projekt», das viele Fragen offen lasse. Antworten will das kantonale Baudepartement heute Abend geben.

Chance für die Altstadt

Für die Gemeinde Mellingen und insbesondere die Altstadt hat die Umfahrung existenzielle Bedeutung. Zirka 15 000 Fahrzeuge rollen täglich über die Reussbrücke und durch die beiden Stadttore. Mit der 1. Etappe kann dieser Ortsteil massiv entlastet werden. Zugleich werden aber die Geschäfte an der Bahnhofstrasse eher vom Passantenstrom abgeschnitten. Im Hinblick auf die Umfahrung haben die Mellinger ein deutliches Bekenntnis zu ihrer Altstadt abgegeben. Sie bewilligten mehrere Millionen Franken, um die Gassen aufzuwerten und attraktiv zu halten. Die Altstadtläden sollen das Angebot Birrfeldstrasse /Lenzburgerstrasse ergänzen.


Öffentliche Orientierung
Donnerstag, 4. März, 19.30 Uhr,
Schul- und Sportanlage
Kleine Kreuzzelg, Mellingen.
www.mellingen.ch (Gemeinde)
www.ag.ch (Kanton)
www.abschnitt2.ch (Gegner)