Ausgearbeitet wird das Vorprojekt von der Planergemeinschaft Andreas Gerber (Bern) und Jörg Wetzel (Burgdorf). Wetzel war schon für die letzte Revision der damaligen Oberönzer Ortsplanung zuständig. Nach Ansicht des Gemeinderates ergänzen sich die beiden Planer optimal:

Während Gerber vor allem auf das Gebiet der Siedlungsentwicklung spezialisiert ist, hat sich Wetzel einen Namen als Landschaftsplaner gemacht. «Für die Revision der Buchser Ortsplanung braucht es beides», ist der Gemeinderat überzeugt, das vorhandene Know-how so optimal abzuholen. Für das Vorprojekt hat der Gemeinderat einen Kredit in der Höhe von 30000 Franken bewilligt.

Auftrag der Planer wird es sein, den Ist-Zustand zu sichten und entsprechende Handlungsfelder zu definieren, um daraus die Submissionsgrundlagen für die eigentliche Ortsplanungs-Revision zu definieren. In diesem Zusammenhang ist zu bedenken, dass sich die beiden Planer aufgrund des Submissionsgesetzes an der anschliessenden Ausschreibung für die eigentliche Planung nicht mehr beteiligen dürfen.

Ein Workshop geplant

Ins Vorprojekt einfliessen sollen auch die Resultate eines baldigen Workshops. Die Meinung der Ortsparteien und weiterer interessierter Kreise, wie jene der Burgergemeinde oder des Gewerbevereins HGV, sollen bei der Definition der künftigen Marschrichtung auch berücksichtigt werden. Die momentan geltenden Ortsplanungsgrundlagen mit den dazugehörenden Baurechtsgrundlagen wurden in Herzogenbuchsee 1993 in Kraft gesetzt.

Aus dem gleichen Jahr stammt die Ortsplanung der Einwohnergemeinde Oberönz. Daneben bestehen kantonale und regionale Richtpläne für die Bereiche Verkehr und Siedlungsentwicklung – die Bildung von Entwicklungsschwerpunkten ESP als Stichwort – sowie das regionale Landschaftsentwicklungskonzept.

Das sind alles übergeordnete Pläne, die in letzter Zeit entwickelt und angepasst wurden und die in die Revision miteinbezogen werden müssen. Schon alleine aufgrund des Alters der vorhandenen Grundlagen und der veränderten übergeordneten Voraussetzungen drängt sich eine Überarbeitung der Ortsplanung auf.

Mit Niederönz zusammen

Wegen der Gemeindefusion Herzogenbuchsee-Oberönz wurde aber mit der Revision bewusst noch zugewartet. Ausserdem besteht auch bei der Revision der Ortsplanung die Absicht, die Zusammenarbeit mit Niederönz zu suchen.

Konkret soll die Nachbargemeinde für den Workshop eingeladen werden, damit sie ihre Ansichten bereits in der Vorphase einbringen kann. Denn: Vorhaben wie die Bystronic- Erschliessung oder die Personenunterführung beim Bahnhof zeigen, dass die Ortsplanung nicht an der Gemeindegrenze aufhört. (mz/fhe)