Tierwelt

Herdenschutzhunde beissen immer häufiger Wanderer und Biker

Ein Hirte mit Herdenschutzhunden (Symbolbild, Archiv)

Ein Hirte mit Herdenschutzhunden (Symbolbild, Archiv)

Die Zahl der Herdenschutzhunde in den Alpen steigt an. Damit nehmen auch die Angriffe auf Touristen weiter zu. Mit einer neuen Aufklärungskampagne sollen Biker und Wanderer sensibilisiert werden, damit sie sich nicht falsch verhalten.

Zur Kampagne der Koordinationsstelle für Herdenschutz gehören 200 neuen Warnschilder und ein Werbespot, der in den Bergregionen bei Bergbahnen und in Postautos laufen soll, wie die Zeitung «Der Sonntag» schreibt.

Da der Wolf zurück ist, müssen die Schäfer ihre Tiere vermehrt mit Herdenschutzhunden schützen. Aber die Hunde verteidigen ihre Herde auch gegen Wanderer und Biker. Die Angriffe auf Touristen führen zu Beschwerden. «Wir haben Meldungen von Wanderern wegen Herdenschutzhunden«, bestätigt Christian Hadorn vom Dachverband Schweizer Wanderwege.

Ärger mit Touristen, die einen eigenen Hund dabei haben, sind besonders häufig. Die Probleme zwischen Herdenschutzhunden und Touristen werden laut dem Walliser Kantonstierarzt Jérôme Barras weiter zunehmen: «Je mehr Herdenschutzhunde es gibt, desto mehr Konflikte mit Touristen gibt es.» Doch die Nachfrage nach Herdenschutzhunden steigt weiter.

Aktuell sind 180 Hunde im Einsatz. «Wenn man Wolf und Bär in der Schweiz will, muss man sich an die Hunde gewöhnen», sagt Felix Hahn von der Koordinationsstelle für Herdenschutz. Er sieht das Problem eher beim fehlenden Wissen der Touristen. Die neue Werbekampagne soll die Touristen über richtiges Verhalten gegenüber den Hunden aufklären und so beitragen, künftig Konflikte zu verhindern.

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