Fussballstadion
Heisst das Hardturmstadion bald Fifa-Stadion?

Mit Hilfe der Fifa plant die Stadt Zürich auf dem Hardturmareal ein neues Stadion zu bauen. Der Weltfussballverband will sich mit 20 Millionen Franken an den Kosten von 135 Millionen beteiligen, dafür soll der Hardturm dann «Fifa-Stadion» heissen.

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Modellbau des neuen Hardturmareals

Modellbau des neuen Hardturmareals

Keystone

Nun pochen aber linke Gemeinderäte darauf, den Einfluss der Fifa auf das neue Stadion zu reduzieren, wie die «NZZ am Sonntag» berichtet. Bisher war vorgesehen, dass die Fifa und die Stadt je 20 Millionen Franken Aktienkapital einschiessen und damit gleiche Anteile erhalten.

SP-Gemeinderätin Jacqueline Badran kritisiert, das sei nicht angemessen, weil die Stadt zusätzlich 85 Millionen an Darlehen gewähre, Land im Wert von 31 Millionen gratis zur Verfügung stelle sowie jährliche Defizitgarantien von 4 bis 6 Millionen übernehme. Badran schlägt der Stadtentwicklungs-Kommission ein neues Modell vor, das für die Stadt einen Aktienanteil von zwei Dritteln, für den Weltfussballverband jedoch nur noch einen Anteil von einem Viertel vorsieht.

«Die Fifa spielt im Projekt weiterhin eine Rolle, aber diese soll nicht mehr so bedeutend sein», erklärt Badran gegenüber der «NZZ am Sonntag»; denn der Verband werde mit unsauberen Praktiken in Verbindung gebracht und schade so dem Image des Finanzplatzes Zürich. «Breites Unbehagen gegenüber der Fifa» macht der grüne Gemeinderat Markus Knauss in seiner Fraktion aus.