Street Parade

Heimfahrende Raver sprühen Pfefferspray und ziehen Notbremse

Polizisten erwarten am Bahnhof Aarau den Zug. Auch ein Hund ist dabei.

Polizisten erwarten am Bahnhof Aarau den Zug. Auch ein Hund ist dabei.

Im Zug von Zürich Richtung Lausanne sind am Samstagabend zwei Street Parade-Gänger aufeinander los gegangen. Einer von ihnen zückte Pfefferspray, worauf die Notbremse gezogen wurde. In Aarau rückte die Polizei aus.

Mehrere Patrouillen der Aargauer Kantonspolizei marschieren um 22.25 Uhr samt Polizeihund im Bahnhof Aarau auf dem Perron 4 auf. Auf der Anzeige steht «Unbestimmte Verspätung». Die Lautsprecheransage verrät schon ein wenig mehr. Der Zug soll nicht fahren können wegen eines Polizeieinsatzes. Polizeieinsatz?

Als der ICN kurz nach 22.35 Uhr langsam einfährt, zeigt sich ein spezielles Bild. Es brennt nirgends Licht im überfüllten Zug. Die Polizisten verteilen sich auf dem Perron. Kaum kommt der Zug zum Stehen, öffnen sich die Türen. Es wird laut. Hitze strömt aus den Waggons; die Klimaanlage läuft offensichtlich nicht. Vor allem auf dem Perron beim hinteren Teil des Zuges kommt Bewegung auf.

«Zwei sind aufeinander los», erzählt ein Raver aus Biel. «Der eine hat einen richtig starken Pfefferspray hervorgeholt und den anderen damit attackiert.» Alle Passagiere im Waggon hätten etwas abbekommen. Er selbst hat immer noch gerötete Augen.

Jemand muss dann die Notbremse gezogen haben, denn der Zug kommt urplötzlich zum Stehen. Es wird dunkel.

Die Passagiere seien dann in die vorderen Waggons geflüchtet, so der Augenzeuge. «Das Mittel aus dem Pfefferspray war echt stark».

Irgendeinmal fährt der Zug an, die technischen Schwierigkeiten mit Licht und Lüftung können aber erst im Bahnhof Aarau behoben werden.

So fährt der ICN schlussendlich mit über 20 Minuten Verspätung weiter. (ldu)

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