Hausärzte lassen aus Ärger Symposium mit Bund platzen

Patient beim Hausarzt (Archiv)

Patient beim Hausarzt (Archiv)

Die Schweizer Hausärzte und Hausärztinnen sind noch immer in Rage über die verordnete Tarifsenkung für ihre Laboranalysen. Sie haben beschlossen, ein geplantes Symposium mit dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) platzen zu lassen.

An der Tagung vom 1. April wollten die Hausarztverbände SGAM, SGIM und KHM und die Vertreter des Bundes und der Kantone ursprünglich über die Zukunft der Hausarztmedizin diskutieren.

Nun schreiben die Verbände in einer Mitteilung: "Für die Hausärztinnen und Hausärzte gibt es keine Vertrauensbasis mehr, mit dem BAG über die 'Hausarztmedizin im Jahre 2030' zu diskutieren, nachdem dieses weder willens noch fähig ist, die 'Hausarztmedizin im Jahre 2009' positiv zu unterstützen."

Derzeit fehle es an einer gemeinsamen Grundlage für Gespräche. Der Labor-Konflikt sei weit dramatischer, als er derzeit dargestellt werde. Mit der Tarifsenkung falle ein weiterer Dominostein im System um, was zum Fall der ganzen Hausarztmedizin führen könne.

Gesundheitsminister Pascal Couchepin hatte am 29. Januar bekannt gegeben, dass die Labortarife per 1. Juli sinken. Damit will er jährlich 200 Millionen Franken sparen. Die Hausärzte kritisierten diesen Schritt vehement. Sie argumentieren, dass ihre Praxislabors nicht mehr rentabel betrieben werden können.

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