Im Rupperswiler Haus lebte Thomas N. mit seiner Mutter bis zur Festnahme im Mai 2016, es liegt nur wenige hundert Meter vom Tatort entfernt. Auf einem Immobilien-Portal wurde das «einseitig angebaute Einfamilienhaus in einem kinderfreundlichen und ruhigen Wohnquartier» mit Baujahr 1988 zu einem Verkaufspreis von 715'000 Franken angeboten. Die Bilder des Immobilien-Inserates bieten Einblick in die möblierte Wohnstätte.

Das Inserat richtete sich an interessierte Familien. «Die gepflegte Umgebung mit einer Rasenfläche und einem Sitzplatz gewährt einer Familie die optimale Chance zum Relaxen oder Spielen mit den Kindern», hiess es. Neben einem grosszügig ausgebauten Dachgeschoss verfügt das Haus auch über einen Weinkeller. Wie Tele M1 berichtet, lebt nun eine Familie in dem Haus.

Auch weitere Objekte, die einen Bezug zum Vierfachmord haben, stehen oder standen zum Verkauf. Das Konkursamt Aargau führte die Erbschaftsliquidation im Falle der ermordeten Davin (†13) und Dion (†19) Schauer durch. Davin und Dion waren per Gesetz als Erbberechtigte aufgeführt, weil sie nach ihrer Mutter ermordet wurden. Und noch etwas sagt das Verfahren aus: Der leibliche Vater von Davin und Dion – der getrennt von der Familie lebte – hat das Erbe ausgeschlagen. 

Daraufhin hatte Konkursamt Oberentfelden zu überprüfen, welche Aktiven und Passiven vorhanden sind, um mögliche Gläubiger zu bedienen. Sollte ein Überschuss resultieren, dann würde dieser der leibliche und direkt erbberechtigte Vater erhalten. Er kann dann entscheiden, was damit geschieht. Er kann ihn für sich beanspruchen oder einer wohltätigen Organisation oder der Staatskasse übertragen. 

Die Haushälfte nebenan stand im Juni 2016 zum Verkauf. Zwei Inserate wurden damals auf einer Schweizer Immobilien-Plattform aufgeschaltet. Im einen wurde das 6,5-Zimmer-Haus mit vier Etagen für den Preis von 890'000 Franken zum Verkauf, im anderen für 2900 Franken pro Monat zur Miete ausgeschrieben.