Umfahrung Klus
«Hauptsache, es geht zügig voran»

Einig sind sich Regierungsrat und Gemeinde Balsthal darin, dass das Städtchen Klus umfahren werden soll. Noch immer nicht einig sind sie sich jedoch über die Linienführung.

Merken
Drucken
Teilen
Dem Wasser entlang

Dem Wasser entlang

Solothurner Zeitung

Alois Winiger

Gestern hat der Regierungsrat bekannt gegeben, dass er die Variante OW 3 als die richtige erachtet. Diese sieht eine ebenerdige Trassierung westlich des Augstbaches und der Dünnern vor und sodann - weitgehend in der Richtung der Klus - einen Brückenviadukt über Dünnern, Rangiergeleise, OeBB-Linie zum Kiesplatz nördlich des Schmelzihofs. Voraussichtliche Kosten: 36 Mio. Franken.

Der Gemeinderat Balsthal hingegen hatte im vergangenen Mai sich klar für die Variante EP 2005opt entschieden, die mit 60 Mio. Franken veranschlagt wird. Von einem neuen Kreisel im Raum Schmelzihof aus würde die Strasse das OeBB-Trassee und das Industrieareal Klus in Hochlage überqueren und hinter den Firmen OTK und RCT durch, dann in einem Tunnel durchs Guntenflühli und schliesslich zum Kreisel Thalbrücke führen.

Die negativen Auswirkungen auf die Landschaft seien geringer, argumentierte der Balsthaler Gemeinderat. Allerdings signalisierte er auch, dass er sich mit der vom Kanton bevorzugten Variante OW 3 anfreunden könnte, falls diese verbessert würde.

«Allenfalls optimieren»

Ein Zugeständnis hat die Regierung bereits gemacht, wie ihrer Mitteilung zu entnehmen ist: Im Norden, das heisst vor der Einmündung in den Kreisel Thalbrücke, könnte die Variante OW 3 «im Sinne von EP 2005opt allenfalls optimiert werden». Das sei doch schon ein gutes Zeichen, sagt der Balsthaler Gemeindepräsident Willy Hafner dazu.

«Und ich bin mir sicher, dass wir mit dem Kanton zusammen eine Lösung finden werden. Hauptsache, es geht jetzt zügig vorwärts», betont Hafner. Dieser Meinung ist auch die Regierung. Sie erteilt den Auftrag, die «allenfalls optimierte» Variante weiter zu bearbeiten und bis Ende 2010 zur Auflage zu bringen. Gleichzeitig wird das Planverfahren abgeschrieben für den im September 2005 aufgelegten Erschliessungsplan «Verkehrsentlastung Klus», der viele Einsprachen nach sich gezogen hatte.

In der Folge wurde das Verfahren vom Bau- und Justizdepartement sistiert und das Amt für Verkehr und Tiefbau beauftragt, Linienführung, Funktion und Lage der Umfahrung nochmals zu überprüfen. Eine Planungsstudie des Büros Ernst Basler + Partner ergab nun, dass unter allen Aspekten wie Raumplanung, Ortsbild- und Landschaftsschutz, Verkehrsnutzen, Kosten die neue Variante OW3 für eine Umfahrung Klus ganz klar zu favorisieren sei, zumal dann, wenn eine Tunnelvariante aus finanzpolitischen Gründen nicht in Frage komme.