Gefängnisausbruch Limmattal

Hassan K. sucht Hilfe bei «Milieu-Anwalt» Valentin Landmann

Valentin Landmann (links) soll Hassan Kiko (rechts) helfen. (Archivbild)

Valentin Landmann (links) soll Hassan Kiko (rechts) helfen. (Archivbild)

Der Gefängnisausbrecher Hassan Kiko wird voraussichtlich am Mittwoch oder Donnerstag von Italien in die Schweiz ausgeliefert. Vor Gericht soll ihn der bekannte Zürcher Anwalt, Valentin Landmann verteidigen.

Nach der Gefängnisaufseherin Angela Magdici, 32, wird jetzt auch der syrische Häftling und Sexualstraftäter Hassan Kiko, 27, in die Schweiz überstellt. «Ich rechne damit, dass er in der kommende Woche ausgeliefert wird», sagt sein italienischer Anwalt Mario Campagna in der SonntagsZeitung. «Das Gericht hat die Auslieferungsunterlagen an das zuständige Ministerium übergeben, das nun der Polizei entsprechende Anweisungen geben muss.»

Da am Montag in Italien ein Feiertag sei, werde dies voraussichtlich am Dienstag geschehen. «Ich gehe davon aus, dass Hassan Kiko am Mittwoch oder Donnerstag nach Chiasso begleitet wird», sagt Campagna. In seiner Zelle in der Justizhaftanstalt Bergamo bereitet Kiko seine Rückkehr in die Schweiz vor und organisiert bereits juristischen Beistand. «Er hat mich gebeten, meinen Schweizer Kollegen Valentin Landmann zu informieren, dass er seine Vertretung übernehmen soll», sagt Campagna.

Der Zürich Anwalt Landmann hat unter anderem Christoph Mörgeli, Hermann Lei und die Hells Angels verteidigt. «Ich werde dieses Mandat gerne übernehmen», sagt  Landmann, «wenn man mich anfragt, werde ich Hassan Kiko vertreten.» Diesem drohe zwar wegen seiner Flucht an sich keine zusätzliche Strafe, ein Verfahren könnte es aber geben, falls Kiko seine Liebespartnerin zum Amtsmissbrauch angestiftet hat.

Die Gefängnisaufseherin Angela Magdici wurde bereits vor gut einer Woche an die Schweiz ausgeliefert und sitzt seither in Untersuchungshaft. Dagegen hat ihr Pflichtverteidiger Urs Huber am Donnerstag beim Zürcher Obergericht Beschwerde eingereicht. Es bestehe «keine Fluchtgefahr», sagt Huber. Er hat Magdici letzte Woche im Gefängnis besucht: «Sie vermisst Hassan sehr.» 

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