Anschlag
Hans Fehr will Stauffacher vorladen lassen

Der von Mitgliedern des so genannten Schwarzen Blocks verprügelte SVP-Nationalrat Hans Fehr fordert, dass die Wortführerin des Revolutionären Aufbaus Zürich (RAZ), Andrea Stauffacher, als Zeugin einvernommen wird.

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Hans Fehr: Forderungen nach dem Angriff. KEYSTONE/Peter Schneider

Hans Fehr: Forderungen nach dem Angriff. KEYSTONE/Peter Schneider

"Man muss sie befragen und in die Mangel nehmen", sagt Fehr der Zeitung "Der Sonntag". Laut der Zeitung, die sich auf mehrere Quellen bei der Zürcher Stadtpolizei stützt, war Stauffacher unter den rund 80 Autonomen, die sich am Freitagabend vor einer Woche in der Nähe des Albisgüetlis versammelt hatten. Man werde handeln, sobald konkrete Hinweise zur Anwesenheit Stauffachers vorliegen, sagt der Medienchef der Stadtpolizei Zürich, Marco Cortesi: «Dann prüfen wir, ob wir sie als Zeugin vorladen.»

Andeutungen aus internen Polizeikreisen, dass Stauffacher wegen der zeitlichen Nähe zu den Anti-WEF-Demos bewusst nicht aufgeboten wurde, verneint Cortesi deutlich: «Es gibt keine Weisung, die ein solches Vorgehen festhalten würde.» Der zuständige Staatsanwalt Markus Imholz sagt auf Anfrage, es seien «breite Vorermittlungen im Gang». Zur Frage, ob es bereits zu Festnahmen gekommen ist, wollte Imholz keine näheren Angaben machen. Der SVP-Nationalrat gibt an, über 1000 E-Mails und SMS bekommen zu haben: «98 Prozent davon waren Zuspruch.» Er wolle sich jetzt aber «nicht als Märtyrer inszenieren.»

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