Halle für 600 Personen

Zurzeit befassen sich vier Architekturbüros damit, wie sich die geplante neue Laufenburger Stadthalle präsentieren könnte. Ende November ist Abgabefrist. Die Kommission «Stadthalle21» wird voraussichtlich bis Ende Jahr das Siegerprojekt bestimmen.

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Stadthalle Laufenburg

Stadthalle Laufenburg

Aargauer Zeitung

Wenn auch optisch (noch) nicht erkennbar, so tut sich etwas in Sachen Laufenburger Stadthalle. Das alte Holzgebäude schreibt schon seit Jahrzehnten immer wieder neue Kapitel in seiner Geschichte. Ohne, dass sich dabei aber wirklich etwas verändert hätte. Die einst als Provisorium erstellte Festhalle mit Baujahr 1929 verfällt zusehends, entspricht längst nicht mehr den geforderten Bedürfnissen. Dass es eine Stadthalle braucht, darüber waren und sind sich die Laufenburger Bevölkerung und die Behörden einig. Doch welches ist der richtige Weg?

In den vergangenen Jahrzehnten wurden immer wieder Planvorlagen erstellt und Kostenberechnungen vorgenommen. Die Pläne scheiterten aber jeweils an der Ablehnung des Stimmvolkes. Im letzten Jahr hat der Stadtrat von Laufenburg das Projekt Sanierung Stadthalle erneut aufgegriffen. Im Juni 2008 erteilte der Souverän mit einer knappen Mehrheit dem Kreditbegehren von 4,3 Millionen Franken für die Sanierung der Stadthalle die Zusage. Gegen diesen äusserst knappen Entscheid wurde das Referendum ergriffen. Es kam kurz darauf auch zustande.

Eine neue Stadthalle

Das Laufenburger Volk zeigte dann an der Urnenabstimmung im September 2008 eine klare Meinung. Mit 187 Ja- gegen 333 Nein-Stimmen wurde der an der Gemeindeversammlung gefasste Beschluss verworfen. Praktikablere, günstigere Lösungen waren nun gefordert. Die FDP brachte die Idee einer ganz neuen Halle ein. Eine solche könne zu wesentlich tieferen Kosten als eine Sanierung realisiert werden, hiess es von Parteiseite. In die Überlegungen für eine neue Stadthalle sollen auch das Parkplatzkonzept und ein möglicher Wärmeverbund einfliessen. Erste Kostenannahmen beliefen sich auf etwa 2,5 Millionen Franken für einen Neubau. Wenn auch noch nicht für einen Baukredit, so sagte die Gemeindeversammlung bereits im November 2008 Ja zu einem Kredit von 135 000 Franken für einen Studienauftrag. Eine vom Stadtrat eingesetzte Kommission nahm in der Folge ihre Arbeit auf. Der Kommission gehören unter dem Vorsitz von René Leuenberger Architekt Urs Schweizer, die Stadträte Carlo Alfano und Rudolf Lüscher, Bauverwalter Guido Zimmermann, Thomas Erhard, Niklaus Thiermann, Michel Riner, Hans Ryser, Christoph Oeschger, Anita Schraner und Marianne Mühlberg (Protokollführerin) an.

Ideen am Entstehen

Die seit der Einsetzung der Kommission «Stadthalle21» vergangenen Monate wurden gut genutzt. Unter anderem hat der Stadtrat vier Architekturbüros eingeladen, ihre Ideen für die neue Stadthalle einzureichen. Entstehen soll eine Halle für 600 Personen (bei Festbestuhlung 450 Personen). Das Raumprogramm umfasst neben Mehrzweckraum, Bühne verschiedene Nebenräume wie Küche, Toiletten, Raum für Kulissen, Technik und so weiter. Die Projektverfasser sollen zudem prüfen, ob das Holztragewerk der bestehenden Stadthalle im Neubauprojekt weiterverwendet werden kann. Eine weitere Auflage ist, dass die neue Stadthalle den Minergie-Standard zu erfüllen hat.

Beurteilung im Dezember

Wie René Leuenberger auf Anfrage der AZ mitteilt, ist der Abgabetermin für diese Vorschläge auf Ende November festgesetzt worden. Danach wird die Kommission die Vorschläge nach der Projektidee/Konzept, Funktionalität, nach architektonischer Umsetzung/Etappierbarkeit, Erstellungskosten sowie ökonomischen Kriterien beurteilen. Noch im Dezember soll dann das Siegerprojekt bestimmt werden. Es ist vorgesehen, dass die Studien nach der Schlussbewertung öffentlich ausgestellt werden. (az)

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