Hängematten

Hain mit Hängematten im Stadtpark Ost geplant

Der östliche Teil des Rheinfelder Stadtparks , vom neuen Aussichtspunkt betrachtet, soll neu gestaltet werden (ach)

Stadtpark Ost

Der östliche Teil des Rheinfelder Stadtparks , vom neuen Aussichtspunkt betrachtet, soll neu gestaltet werden (ach)

Die Neugestaltung des Stadtparks Ost in Rheinfelden ist längst beschlossene Sache, nun schrieb der Gemeinderat die Leistungen für Landschaftsarchitektur aus. Davon erhofft er sich wertvolle Detailvorschläge und neue Ideen, die über das vorhandene Parkpflegewerk hinausgehen.

Peter Rombach

Erfahrene Büros für Landschaftsarchitektur können sich bis 23. April bewerben. Gemeinderat und Bauverwaltung nehmen dann in der ersten Mai-Hälfte eine Selektion vor und wollen anschliessend in einer zweiten Phase etwa drei bis fünf Büros zur Offertabgabe einladen. Die konkrete Planung könnte dann nach Auftragserteilung im Juli beginnen.

Ziel von Bauverwalter Franz Ressnig ist es, einen entsprechenden Ausführungskredit an der diesjährigen Dezember-Gemeinde zu beantragen. Nach einem positiven Entscheid könnten dann im Laufe des nächsten Jahres die Arbeiten beginnen.

Mehr Lebensqualität

Die Planung sieht vor, das Projekt für total rund 3 Millionen Franken etappenweise bis 2012 zu realisieren. Anfang Januar hatte Stadtammann Franco Mazzi in seiner Neujahrsansprache die Neugestaltung des Stadtparks Ost als «weiteren Beitrag zur Verbesserung der Lebensqualität» beschrieben. Und vor knapp einem Jahr gab es an einer Info-Veranstaltung des Gemeinderats im Kurbrunnensaal viel Lob für die Initiativen, den Stadtpark als «grüne Lunge» und Naherholungsraum aufzuwerten.

Seinerzeit empfahl Guido Hager, Chef des gleichnamigen, auch international tätigen Büros für Landschaftsarchitektur in Zürich, «die einzigartige Parkatmosphäre mit riesigen Bäumen und Rasenflächen nahe dem Rhein zu schützen und die Grosszügigkeit der Anlage in Zukunft zu garantieren».

Der Planer begrüsste es grundsätzlich, alte Bäume zu sichern, aber auch Standorte für neue auszusuchen. Jeder Park sei etwas Künstliches, Bäume seien «Träger der Anlage», Hecken lenkten die Blicke, meinte Hager und griff damit den Aspekt «Sichtachse» auf, die vom östlichen Parkteil durch das Kurzentrum-Areal bis in den westlichen Stadtpark reichen könnte.

Unüberhörbar war das Votum des Landschaftsarchitekten, näher an den Rhein zu rücken, beziehungsweise bei Parkgestaltungen an die Nähe des Flusses zu denken. In Ergänzung der Rheinpromenade würde sich im Ostteil des Parks beispielsweise über eine Treppe ein neuer Zugang zum Wasser gestalten lassen.

«Das wäre sicherlich ein Hauptelement», bestätigte gestern Bauverwalter Franz Ressnig, verwies allerdings auch auf zwingend notwendige Voruntersuchungen bezüglich Untergrund und Hydraulik. Solch eine Treppenanlage müsse einem Hochwasser standhalten. Und er hielt es durchaus für möglich, dass sie gar nicht erst gebaut wird.

Die Verschönerungsaktion im Ostpark hat bereits begonnen: Der Aussichtspunkt ist restauriert, die kleine Lindenallee entlang der Roberstenstrasse steht. All das war dank einer grosszügigen Spende von 270 000 Franken möglich.

Die nächsten Etappen bringen dann - wenn der Souverän den Ausführungskredit bewilligt - neue Wegverbindungen, einen weiteren Spielplatz sowie einen Hängemattenhain. Nicht auszuschliessen ist, dass die Landschaftsarchitekten weitere Überraschungen servieren.

Meistgesehen

Artboard 1