Simon Tschopp

Die auf einen späteren Zeitpunkt vorgesehene Teil-Innensanierung des Haupttrakts im Gymnasium Liestal wird vorgezogen. Die Schadstoffsanierung der Trennwände und der dahinter liegenden Räume für Fachunterricht wie Biologie, Chemie und Physik wird bereits Mitte dieses Jahres in Angriff genommen und dauert bis Mitte 2011. Die Kosten betragen 5,1 Millionen Franken. Darin enthalten sind auch Aufwendungen, um die Erbebensicherheit des Gebäudes zu verbessern.
Diese Arbeiten werden früher vorgenommen, weil die Eidgenössische Koordinationskommission für Arbeitssicherheit (EKAS) und das Forum Asbest Schweiz per 1.Januar 2009 die Richtlinien für Sanierungsdringlichkeit von asbestbelasteten Bauteilen verschärft haben. Die Änderung erfolgte laut Vorlage der Regierung an den Landrat «kurzfristig und unangekündigt». Das Baselbieter Hochbauamt hat erst letzten März von dieser Verschärfung erfahren.

Schule im Container

Die im und am Gymnasium Liestal vorkommenden Asbestfasern sind neu der Dringlichkeitsstufe I zugeordnet, was ein Veränderungsverbot an den betroffenen Bauteilen und eine möglichst umgehende Sanierung bedeutet. Kurz darauf, im April 2009, hat das Gymnasium Liestal einen umfassenden Sanierungs- und Umbaubedarf in den 35-jährigen Fachunterrichtsräumen angemeldet. Diese werden gegen das Treppenhaus durch die asbestbelasteten Innenwände abgetrennt. «Diese Räumlichkeiten sind ohnehin sanierungsbedürftig. Mit den vorgezogenen Arbeiten können wir nun Synergien nutzen», erklärt Daniel Longerich, Stellvertreter der Kantonsarchitektin sowie Leiter Projektierung und Realisierung im Hochbauamt.
Das Gymnasium Liestal ist im Spritzasbestkataster des Kantons Baselland erfasst. Bei der Ausarbeitung des Bauprojekts für die Gebäudehüllensanierung wurde eine umfassende Schadstoffanalyse durchgeführt. Die eruierten Asbestvorkommnisse wurden gemäss einer damals gültigen EKAS-Richtlinie in die Dringlichkeitsstufe II eingeteilt.
Derzeit wird am Gymnasium Liestal die Fassade des Klassentrakts saniert. Die Erneuerung der gesamten Gebäudehülle kostet neun Millionen Franken. Für diese Arbeiten sind Provisorien nötig - unterrichtet wird in 24 Klassenzimmer-Containern.