Schweiz

Gymi-Lehrer wollen weniger Überstunden leisten

Lehrpersonen leisten zu viele Überstunden, kritisiert der Berufsverband. (Symbolbild)

Lehrpersonen leisten zu viele Überstunden, kritisiert der Berufsverband. (Symbolbild)

Der Berufsverband fordert die Kantone auf, das Lehrpersonal zu entlasten und mehr Stunden gutzuschreiben.

(wap) Im Durchschnitt leistet eine Lehrperson an einem Schweizer Gymnasium mehr als zehn Prozent Überzeit. Dieses Ergebnis einer selbst durchgeführten Studie nimmt der Verein Schweizerischer Gymnasiallehrerinnen und Gymnasiallehrer zum Anlass, Reformen bei der Arbeitszeitberechnung zu fordern. In einem im November von der Delegiertenversammlung beschlossenen Positionspapier, das nun publiziert wurde, erhebt der Verband die Forderung nach der Anrechnung aller Aufgaben neben der eigentlichen Unterrichtspflicht. Die Jahresarbeitszeit solle dabei derjenigen in den kantonalen Verwaltungen entsprechen.

Konkret will der Verband, dass pro Jahr 80 Stunden gutgeschrieben werden, wenn jemand Klassenlehrperson ist, weitere 25 Stunden soll es für die Betreuung von Maturitätsarbeiten geben. Zusätzlich entlastet werden sollen Berufseinsteiger und ältere Arbeitnehmer .

Die übermässige Arbeitsbelastung der Lehrpersonen führe dazu, dass viele ihr Pensum reduzierten und Teilzeit arbeiteten, was für sie eine erhebliche finanzielle Verschlechterung darstelle.

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