Plagiate
Guttenberg entschuldigt sich bei NZZ-Autorin

Der zurückgetretene deutsche Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg hat sich bei Klara Obermüller, Autorin der „NZZ am Sonntag“, entschuldigt.

Merken
Drucken
Teilen
Zu Guttenberg erklärt sich im Parlament
6 Bilder
Zu Guttenberg erklärt sich.
Nicht alles falsch, aber zu vieles.
Zu Guttenberg
Nacht getaner Schlacht: Der Verteidigunsministerr verzieht sich
Die neue Realität

Zu Guttenberg erklärt sich im Parlament

Keystone

„Sehr geehrte Frau Obermüller, beim Verfassen meiner Dissertation habe ich Ihren Text genutzt und daraus Teile wörtlich übernommen, ohne Ihre Autorenschaft in wissenschaftlich redlicher Weise zu kennzeichnen. Ich möchte mich hierfür aufrichtig bei Ihnen entschuldigen", schrieb zu Guttenberg in einem Brief. Dieser sei kürzlich bei Klara Obermüller eingetroffen, berichtet die „NZZ am Sonntag".

Der Artikel der Autorin aus der „NZZ am Sonntag" vom 22. Juni 2003 gehörte zu den ersten Beweisen, dass der frühere deutsche Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg seine Dissertation mehrheitlich abgeschrieben hatte. Der Artikel befasste sich mit der Frage, ob der Verzicht auf die Anrufung Gottes in der europäischen Verfassung richtig sei. Zu Guttenberg hatte anfänglich alle Plagiatsvorwürfe weit von sich gewiesen. Nachdem aber immer mehr Stellen aufgetaucht waren, die nicht aus der Feder des adeligen Politikers stammten, musste er sein Amt schliesslich abgeben