Verbraucherschutz
Gute Lebensmittel-Qualität im Kanton Aargau

Das Amt für Verbraucherschutz des Kantons Aargau hat im vergangenen Jahr 4800 amtliche Lebensmittelproben untersucht und rund 3500 Betriebe inspiziert. Im Allgemeinen sind die in Läden und Gastgewerbe angebotenen Lebensmittel von guter Qualität.

Merken
Drucken
Teilen
Lebensmittel im Kanton Aargau

Lebensmittel im Kanton Aargau

Aargauer Zeitung

Trotz erfreulichem Fazit führten einige Kampagnen laut Mitteilung des Aargauer Departementes Gesundheit und Soziales zu hohen Beanstandungsquoten. So zum Beispiel der zu tiefe Kalbfleischanteil in Kalbsbratwürsten, Pflanzenschutzmittel-Rückstände in Winter-Blattsalaten und die fehlende Bestrahlungsdeklaration bei Nudelfertiggerichten.

Zudem muss das Problem des häufigen Nachweises von Campylobacter in Poulets ernsthaft angegangen werden. Positiv zu vermerken sei dagegen die Tatsache, dass in keiner der 125 Proben von Aargauer Honig Rückstände von Streptomycin nachgewiesen werden konnten. Dies, nachdem der Bund die Anwendung des Antibiotikums zur Bekämpfung von Feuerbrand in den Kernobstanlagen erstmals zugelassen hatte.

Neben Lebensmitteln wurden aber auch Gebrauchsgegenstände kontrolliert. Kosmetische Mittel mit gefährlichen Inhaltsstoffen mussten dabei aus dem Verkauf gezogen werden. Zudem war die Nickelabgabe bei mehreren Schmuckstücken und Gürtelteilen zu hoch.

Bio-Betriebe unter die Lupe genommen

Das Lebensmittelinspektorat hat im Jahr 2008 rund 80 Prozent der Aargauer Betriebe mit leichtverderblichen Lebensmitteln und 20 Prozent der übrigen Betriebe inspiziert. Die in den rund 3500 Inspektionen ausgesprochenen Beanstandungen betrafen Qualität bzw. Kennzeichnung der Lebensmittel, Prozesse und Tätigkeiten (zum Beispiel Kühlung), Selbstkontrolle sowie Infrastrukturen.

Inspektionen während dem Sommerschlussverkauf zeigten zudem, dass die Preisauslobungen in vielen Fällen nicht den Anforderungen der Preisbekanntgabeverordnung entsprachen. Genauer unter die Lupe genommen wurden die Bio-Betriebe. Die Herstellung in der Primärproduktion entsprach in der Regel den gesetzlichen Anforderungen. Die hohe Beanstandungsquote von meistens geringfügigen Mängeln bei den verarbeitenden Betrieben zeigte aber, dass es Verbesserungspotenzial gibt.

Nach wie vor sehr gut ist die Qualität des Aargauer Leitungswassers: 96 Prozent der amtlich untersuchten Trinkwasserproben waren einwandfrei. Sorgen macht einzig die ungenügende Trinkwasserqualität in Häusern, deren Rohre mit Epoxidharzen schlecht saniert wurden. Die Mängel werden dabei durch zahlreiche chemische Substanzen verursacht, deren Toxikologie zum Teil nicht bekannt ist.

100 Jahre Kantonales Laboratorium

Nachdem 1909 das eidgenössische Lebensmittelgesetz in Kraft getreten ist, kann die Lebensmittelkontrolle (ehemals Kantonales Laboratorium) 2009 das 100-Jahr-Jubiläum feiern. Dies nimmt das Amt für Verbraucherschutz zum Anlass, Anfang Juli eine Jubiläumsschrift zu publizieren, die sich mit der Entwicklung des Lebensmittelrechts und dessen Umsetzung durch den Kanton befasst.

Detaillierte Informationen zum Jahresbericht 2008 (inklusive Factsheet) sind unter www.ag.ch/verbraucherschutz zu finden.