Kunstsammlung
Gurlitt-Erbe: Zweifel an der Vollständigkeit

Ein Münchner Gericht hat diese Woche zwar das Testament des Kunstsammlers Cornelius Gurlitt als gültig bestätigt. Doch nun kommen Zweifel auf, ob diese Erbschaft überhaupt komplett ist, wie die "NZZ am Sonntag" berichtet.

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Möglicherweise ist die Erbschaft des Kunstsammlers Cornelius Gurlitt nicht komplett. (Symbolbild)

Möglicherweise ist die Erbschaft des Kunstsammlers Cornelius Gurlitt nicht komplett. (Symbolbild)

Keystone

Möglicherweise fehlen wichtige Dokumente im Erbe des Kunstsammlers Cornelius Gurlitt, welches er dem Kunstmuseum Bern vermachte. Diese Woche hat zwar ein Münchner Gericht sein Testament als gültig bestätigt. Doch nun kommen Zweifel auf, ob diese Erbschaft überhaupt komplett ist, wie die "NZZ am Sonntag" berichtet.

Bilder aus Gurlitts Sammlung (Archiv)
4 Bilder
Cornelius Gurlitt ist tot
Das Haus von Gurlitt in Salzburg, in dem er viele Bilder lagerte
Schild an der Tür des Hauses von Gurlitt in Salzburg (Archiv)

Bilder aus Gurlitts Sammlung (Archiv)

Keystone

Neue Informationen lassen vermuten, dass bei der Räumung von Gurlitts Haus in Salzburg wichtige Papiere verschwunden sind. "Für uns lautet die entscheidende Frage: Haben wir nun alles, oder wurden Materialien oder Werke aus dem Haus in Salzburg entwendet?", sagt Marcel Brülhart, leitender Berater des Kunstmuseums in der "NZZ am Sonntag". Im verwahrlosten Haus sind im Februar 2014 rund 240 Gemälde und Zeichnungen entdeckt worden – etwa von Cézanne, Monet, Gauguin und Picasso.

Sie stammen, wie die Werke aus Gurlitts Münchner Wohnung, aus dem Nachlass seines Vaters Hildebrand, eines der wichtigsten Kunsthändler der Nazis. Der Wert dürfte sich auf Hunderte Millionen Franken belaufen.